Historischer Kalender

6. Juli

6.7.1948

Der frühere kommunistische Landtagsabgeordnete Alfred Schmidt wird von sowjetischer Militärpolizei verhaftet, da er die sowjetische Besatzung abgelehnt hatte.

6.7.1950

Im Görlitzer Vertrag zwischen Polen und Deutschland wird die Oder-Neiße-Grenze als unantastbar anerkannt

6.7.1953

Die drei westlichen Stadtkommandanten fordern von der sowjetischen Gegenseite zum dritten Mal die Wiederherstellung der Bewegungsfreiheit zwischen den Sektoren

6.7.1956

Laut westlichen Beobachtern hat das tschechoslowakische Innenministerium unter dem Eindruck des Aufstandes in Poznan alle Sicherheitsorgane in Einsatzbereitschaft versetzt.

6.7.1961

DDR-Volkskammer beschließt »Deutschen Friedensplan«. Danach soll eine deutsch-deutsche Kommission Vorschläge für einen Friedensvertrag ausarbeiten

6.7.1966

„Neues Deutschland“ kritisiert den Kinofilm „Spur der Steine“ (Regie Frank Beyer) wegen eines angeblich verzerrten Bildes der sozialistischen Wirklichkeit. Die SED verbietet den Film

6.7.1968

In Ost-Berlin wird der 28-jährige Bundesbürger Siegfried Krug auf dem Pariser Platz von einem Grenzposten erschossen, als er das Brandenburger Tor durchschreiten will.

6.7.1972

Unterzeichnung eines zweiten deutsch-sowjetischen Abkommens über die Lieferung sowjetischen Erdgases in die Bundesrepublik und deutscher Großröhren in die Sowjetunion

6.7.1989

Fraktionsvorsitzender von Solidarnosc Bronislaw Geremek trifft in Bonn zu Wirtschaftsverhandlungen ein

6.7.1989

In Leipzig beginnt der Kirchentag, der sich erstmalig intensiv mit dem Thema »Ausländerfeindlichkeit« in der DDR befassen will

6.7.1990

Die 16 NATO-Staaten beschließen in London weit reichende Reformen der Allianz und die Zusammenarbeit mit den Warschauer Vertragsstaaten

6.7.1990

In Ost-Berlin beginnen die Verhandlungen zum Einigungsvertrag zwischen Bundesrepublik und DDR