Historischer Kalender

7. Juli

7.7.1953

Der Prager Rundfunk gibt die Aufhebung eines Gesetzes bekannt, das das wiederholte unentschuldigte Fehlen am Arbeitsplatz unter Zuchthausstrafe stellte

7.7.1955

Sieben Angeklagte aus dem Uran-Bergbaugebiet Wismut wegen Verbindungen zum SFB zu hohen Zuchthausstrafen verurteilt

7.7.1956

Der Deutsche Bundestag verabschiedet ein Gesetz, das die Bundeswehr zu einer Wehrpflichtarmee erklärt. Neben dem Wehrdienst wird ein ziviler Ersatzdienst für Kriegsdienstverweigerer eingerichtet.

7.7.1957

Polnischer Journalistenverband fordert Recht auf freie Meinungsäußerung in der Presse

7.7.1961

Innerhalb von sechs Monaten fliehen 1.231 Ärzte und Lehrer aus der DDR in die Bundesrepublik

7.7.1968

An der Berliner Mauer in der Bernauer Straße wird ein Flüchtling angeschossen. West-Berlins Bürgermeister Schütz erklärt: »Es bleibt unsere Aufgabe, dieses Mahnmal des kalten Krieges mit friedlichen Mitteln zu überwinden.«.

7.7.1972

»Neues Deutschland« vermeldet erfolgreichen Abschluss der Verstaatlichungskampagne. Der Anteil der in volkseigenen Betrieben produzierten Waren sei 1972 von 83,3 auf 99,4 Prozent gestiegen

7.7.1989

Gorbatschow widerruft in seiner Rede vor dem Europarat die »Breschnew-Doktrin« über die eingeschränkte Souveränität der Ostblockstaaten.

7.7.1990

Am ersten »langen Samstag« nach Inkrafttreten der Währungsunion kommt es in West-Berlin und grenznahen Städten zum Ansturm von Kunden aus der DDR

7.7.1990

Der polnische Ministerpräsident Mazowiecki und der Vorsitzende der Gewerkschaft Solidarnosc Walesa einigen sich auf einen »Burgfrieden« nach wochenlangen Auseinandersetzungen über das Tempo der politischen Reformen