Historischer Kalender

8. Juli

8.7.1952

Das MfS entführt Walter Linse vom Untersuchungsausschuss Freiheitlicher Juristen aus West-Berlin; er wird am 15. Dezember 1953 in Moskau hingerichtet

8.7.1953

Der Ost-Berliner Magistrat gibt den seit dem Volksaufstand vom 17. Juni eingeschränkten Ost-West-Verkehr wieder frei

8.7.1956

Das SED-Politbüro erklärt in »Neues Deutschland«, die regen Diskussionen nach dem XX. Parteitag in den kommunistisch regierten Ländern bedeuteten keine »Krise des internationalen Kommunismus«.

8.7.1961

Chruschtschow droht erneut, die Berlin-Frage einseitig zu lösen

8.7.1968

Das West-Berliner »Studio am Stacheldraht« lässt vor dem Brandenburger Tor ein Plakat aufstellen mit der an die Grenzer gerichteten Mahnung: »Die Dich heute loben, werden Dich morgen verleugnen!«.

8.7.1972

Die CSSR zeigt nur wenige Tage nach Abbruch der Gespräche mit der Bundesrepublik erneut die Bereitschaft zu Verhandlungen

8.7.1989

Auf der Warschauer-Pakt-Jahrestagung kommt es zu heftigen Kontroversen zwischen Reformbefürwortern (Sowjetunion, Ungarn, Polen) und -gegnern (DDR, CSSR, Rumänien).

8.7.1990

Die Mannschaft der Bundesrepublik wird zum dritten Mal Fußball-Weltmeister. Das Endspiel der Fußball-WM in Italien gewinnt die Bundesrepublik mit 1:0 gegen Argentinien

8.7.1994

Kim Il-sung, seit 1948 stalinistischer Diktator Nordkoreas, stirbt im Alter von 82 Jahren in Pjöngjang. Sein Amtsnachfolger wird sein Sohn Kim Jong-il.