Historischer Kalender

9. Juli

9.7.1936

Späterer NKWD-Chef Berija ermordet den Ersten ZK-Sekretär der KP Armeniens, Agassi Chandshjan, und verschleiert dies als Selbstmord.

9.7.1945

In London beschließen die Alliierten die Aufteilung Österreichs in vier Besatzungszonen - auch Wien wird in vier Zonen geteilt

9.7.1953

In Dresden werden fünf Beteiligte am Juni-Aufstand zu hohen Haftstrafen verurteilt

9.7.1953

Vor der Außenministerkonferenz in Washington übergibt die Bundesregierung ihr Sechspunkte-Sofortprogramm zur Wiedervereinigung an die Westmächte

9.7.1956

Vor dem Präsidium der KPdSU erklärt Chruschtschow, der Aufstand in Poznan sei die Folge »subversiver Aktivitäten von Imperialisten« gewesen.

9.7.1961

»Neues Deutschland« verkündet das offizielle Verbot des bevorstehenden gesamtdeutschen Evangelischen Kirchentags für Ost-Berlin

9.7.1968

Das offizielle Organ des sowjetischen Schriftstellerverbandes »Literaturnaja Gazeta« bezeichnet das »Manifest der 2000 Worte« als ein provokatives, antikommunistisches Machwerk.

9.7.1972

Im Zentrum der beginnenden Ostseewoche in Rostock steht die Forderung der DDR nach völkerrechtlicher Anerkennung durch die nordischen Staaten

9.7.1989

Nationalitätenunruhen in der Sowjetrepublik Moldau

9.7.1989

Bundesfinanzminister Waigel bekräftigt beim Schlesiertreffen in Hannover seine umstrittenen Äußerungen zur Gültigkeit der deutschen Grenzen von 1937. Auch die Gebiete östlich von Oder und Neiße gehörten zur »deutschen Frage«

9.7.1990

Im Bundeskanzleramt wird ein Katalog der Verhandlungsthemen in Sachen Einigungsvertrag zusammengestellt

9.7.1990

DDR-Innenminister Peter-Michael Diestel äußert in einem Interview mit der »Welt«, dass das MfS »zu allen uns bekannten terroristischen Vereinigungen« in Europa und der arabischen Welt Verbindungen unterhalten habe