Historischer Kalender

9. September

9.9.1901

Erwin Köhler geboren. Der spätere CDU-Politiker und stellvertretende Oberbürgermeister von Potsdam wurde am 20.2.1951 zusammen mit seiner Frau wegen angeblicher Spionage in Moskau hingerichtet

9.9.1948

250.000 Berliner demonstrieren gegen die Störung der Stadtverordnetenversammlung durch die SED. Ernst Reuter spricht die legendären Worte: "Ihr Völker der Welt (…) Schaut auf diese Stadt!"

9.9.1948

Tschechische Regierung beschließt „Aktion B“ zur „Aussiedlung der Reaktion aus den Großstädten“ – Umsiedlung dauert vier Jahre

9.9.1953

Die Vereinten Nationen verlangen von den Kommunisten in Nordkorea Aufklärung über den Verbleib von rund 3.000 amerikanischen Soldaten, die noch immer in Gefangenschaft vermutet werden

9.9.1956

In Leipzig geht die Herbstmesse zu Ende, an der sich auch mehr als 1.000 Aussteller aus der Bundesrepublik beteiligten.

9.9.1961

Akuter Arbeitskräftemangel in West-Berlin. Es fehlen nicht nur die »Grenzgänger«; wöchentlich verlassen rund 1.700 West-Berliner die Stadt

9.9.1968

Das Politbüro der KPdSU legt unterschiedliche Maßnahmen fest, um nach der Okkupation der CSSR die linientreue Ausrichtung der westeuropäischen kommunistischen Parteien wiederherzustellen.

9.9.1972

Während eines DDR-Besuchs gerät ein Westdeutscher in eine Auseinandersetzung mit drei Sowjetsoldaten und erleidet dabei Verletzungen; als Entschädigung erhält er 350 Mark

9.9.1976

Mao Zedong stirbt im Alter von 82 Jahren in Peking.

9.9.1989

Einem Bericht der »Tagesschau« zufolge steht die Ausreise der ungarischen Botschaftsflüchtlinge unmittelbar bevor

9.9.1989

Gorbatschow kündigt im sowjetischen Fernsehen in der Nationalitätenfrage »grundsätzliche Entscheidungen« für Ende des Monats an

9.9.1990

Die Grünen der DDR beschließen auf ihrem Parteitag in Magdeburg den Zusammenschluss mit den bundesdeutschen Grünen gleich nach der Bundestagswahl

9.9.1990

Die Regierungsgewalt der vier alliierten Siegermächte über Deutschland wird außer Kraft gesetzt

9.9.1991

Tschechoslowakische Regierung legt Lustrationsgesetz vor - frühere Mitarbeiter des Staatssicherheitsdienstes dürfen bestimmte Funktionen nicht mehr ausüben.