Lebensgeschichtliches Interview Wolfgang Leonhard

Im Interview schildert der Historiker Wolfgang Leonhard seine Flucht aus der Sowjetischen Besatzungszone im Jahre 1949. Der damalige kommunistische Jungfunktionär hatte mit dem Stalinismus gebrochen und sich dem Titoismus zugewandt, unter Lebensgefahr reiste er illegal von Berlin nach Belgrad.



Der Beitrag ist Teil eines 18-stündigen Interviews, in dem Wolfgang Leonhard seine gesamte Biografie erzählt. Das Interview wurde 2003/2004 von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur aufgezeichnet. Der vollständig erschlossene Mitschnitt steht im Stiftungsarchiv zu Recherche- und Forschungszwecken zur Verfügung.

Wolfgang Leonhard (* 16. April 1921 in Wien als Wladimir Leonhard; † 17. August 2014 in Daun) wuchs in einem kommunistisch geprägten Milieu auf. Im Juni 1935 emigrierte er mit seiner Mutter Susanne Leonhard nach Moskau. Sie verbrachte in der Folge zwölf Jahre im Gulag Workuta. Wolfgang Leonhard wurde an verschiedenen Instituten zum kommunistischen Kader ausgebildet. Am 30. April 1945 kehrte er als Teil der „Gruppe Ulbricht“ nach Deutschland zurück und war u.a. an der SED-Parteihochschule Karl Marx als Lehrer tätig. 1949 brach er mit dem Stalinismus und floh nach Jugoslawien. 1955 wurde Wolfgang Leonhard weltberühmt als Autor des Buches „Die Revolution entlässt ihre Kinder“. Er war bekannter Ost-Experte und u.a. Dozent an der Yale University.

Bei Fragen zur Nutzung des Interviews wenden Sie sich bitte an Dr. Matthias Buchholz (Mail: m.buchholz(at)bundesstiftung-aufarbeitung.de, Telefon: 030/319895219) bzw. Sylvia Griwan (Mail: s.griwan(at)bundesstiftung-aufarbeitung.de, Telefon: 030/319895216).