Literatur

Hier finden Sie ausgewählte Literatur zu den Themen Flucht, Fluchthilfe und Freikauf.

Flucht und Freikauf


  • Flucht und Ausreise aus der DDR
    Viele Bewohner der DDR entschieden sich zur Flucht in die Bundesrepublik. Sie hofften auf bessere Lebensverhältnisse, bessere Berufschancen oder wollten der politisch motivierten Gängelei entkommen - dafür riskierten sie lange Haftstrafen und sogar ihr Leben. Die Publikation gibt einen Überblick über das Thema.
    von Arnim-Rosenthal, Anna: Flucht und Ausreise aus der DDR [Landeszentrale für Politische Bildung Thüringen ; Bundesstiftung Aufarbeitung"> Erfurt 2016.

  • Verschleierte Flucht
    Kerstin Beck gelang eine spektakuläre Flucht. Die Studentin nutzte die Gelegenheit ihres Sprachpraktikums in Afghanistan und floh mit der Hilfe von Mudschahedin von Kabul zur Grenze nach Pakistan.
    Beck, Kerstin: Verschleierte Flucht. Aus der DDR über Afghanistan in die Freiheit, Berlin 2005.

  • Der Freikauf als Handel
    Die Autoren beschäftigen sich mit dem Freikauf als profitablen Handel zwischen Parteien, Politikern, Verbänden und Wirtschaftsunternehmen in Ost und West. Neben einer Darstellung der Rolle von Wolfgang Vogel und dem Verhältnis von Kirche und der MfS-Abteilung Kommerzielle Koordinierung (KoKo) findet sich auch ein Beitrag zu der Affäre Franke-Hirt.
    Brinkschulte, Wolfgang/Gerlach, Hans Jörgen/Heise, Thomas: Freikaufgewinnler, Frankfurt am Main/Berlin 1993.

  • Ankunft im Westen: Notaufnahmelager Marienfelde
    Vier Millionen Menschen kamen zwischen 1949 und 1989 aus der DDR in den Westen. Die Autoren untersuchen ihre Motive und Wege, die Bedingungen ihrer Ankunft, das Notaufnahmeverfahren und die Lebensumstände im Aufnahmelager Marienfelde.
    Effner, Bettina/Heidemeyer, Helge (Hrsg.): Flucht in geteilten Deutschland. Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde, Berlin 2005.

  • Spektakuläre Fluchtgeschichten
    Bodo Müller hat Flüchtlinge von damals befragt. Er erzählt spektakuläre Fluchtabenteuer und dokumentiert sie mit umfangreichem Bild- und Aktenmaterial.
    Müller, Bodo: Faszination Freiheit. Die spektakulärsten Fluchtgeschichten, 5. Auflage, Berlin 2008.

  • Flucht über die Ostsee
    Rund 500 Menschen versuchten, über die Ostsee zu fliehen. Die Autoren berichten von erfolgreichen und gescheiterten Fluchtabenteuern. Zahlreiche Fotos und Faksimiles illustrieren die Erinnerungen der Flüchtlinge.
    Müller, Christine und Bodo: Über die Ostsee in die Freiheit. Segeln und Abenteuer, Bielefeld 1996.

  • Flucht im Kofferraum
    Im Kofferraum eines Mercedes versuchte die Familie der Autorin aus der DDR in den Westen zu fliehen. An der Grenze wurden sie festgenommen und Eva-Maria Neumann in das Frauengefängnis Hoheneck gebracht – getrennt von ihrem Ehemann und ihrer dreijährigen Tochter.
    Neumann, Eva-Maria: Sie nahmen mir nicht nur die Freiheit: Geschichte einer gescheiterten Republikflucht, München 2010.

  • Die Geschichte einer Familie
    Nach der erfolgreichen Flucht von drei jungen Männern im März 1984 begann für sie im Westen ein neues Leben. Ihre Angehörigen im Osten gerieten immer tiefer in das Netz der Stasi. Zwei Ehefrauen wurden im Frauengefängnis Hoheneck inhaftiert. Neun Personen erzählen die dramatische Geschichte ihrer Familie.
    Otto, Heike: Beim Leben meiner Enkel. Wie eine DDR-Flucht zum Familiendrama wurde, Hamburg 2011.

  • Fluchtversuch über die griechisch-bulgarische Grenze
    Der Fluchtversuch über die griechisch-bulgarische Grenze scheiterte. Helga Priester berichtet von ihrer Haftzeit in den bulgarischen Gefängnissen und von der Auslieferung an die DDR.
    Priester, Helga: Fluchtweg Bulgarien: 1983 - Dritter Versuch, Berlin 2008.

  • Erinnerungen von Ludwig Rehlinger an den Freikauf
    Von 1962 bis 1989 kaufte die Bundesregierung Deutschland 33.000 politische Häftlinge aus DDR-Gefängnissen frei. Ludwig A. Rehlinger verhandelte für die Bundesrepublik mit der DDR und schildert in seinem Buch die Hintergründe und Abläufe der bis heute umstrittenen "Besonderen Bemühungen".
    Rehlinger, Ludwig A.: Freikauf. Die Geschäfte der DDR mit politisch Verfolgten 1963-1989, 2. Auflage, Halle/Saale 2011.

  • Flucht auf dem Moskau-Paris-Express
    Acht Gymnasiasten gelang 1964 eine spektakuläre Flucht nach West-Berlin: Innerhalb von drei Wochen sprangen sie aus einem Versteck unmittelbar hinter dem Bahnhof Friedrichstraße auf den Moskau-Paris-Express auf. Als einer der Schulkameraden stolperte, flog alles auf. Der Autor erzählt die dramatische Geschichte seiner Flucht.
    Richter, Karl-Heinz: Mit dem Moskau-Paris-Express in die Freiheit - Eine Flucht von Ost nach West, Berlin 2003.

  • Die Todesopfer an der Berliner Mauer
    Biografien von 136 Todesopfer an der Berliner Mauer. Das Forschungsprojekt beleuchtet nicht nur die genauen Todesumstände, sondern auch die individuellen Beweggründe, die dazu führten eine lebensgefährliche Flucht über die Mauer zu wagen.
    Hertle, Hans-Hermann/Nooke, Maria u.a.: Die Todesopfer an der Berliner Mauer 1961-1989. Ein biografisches Handbuch, hrsg. v. Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam und der Stiftung Berliner Mauer, 2. Aufl., Berlin 2009.

Fluchthilfe



  • Glasbausteine in Beton
    Den Mauerbau 1961 erlebte der Autor als 16-jähriger Oberschüler im Internat in Bergen auf Rügen. Dieses einschneidende Ereignis führte nach mehreren erfolglosen Versuchen zu seiner abenteuerlichen Flucht aus der DDR im Schrank eines Möbeltransporters.
    Bieber, Peter: Glasbausteine in Beton. Als Flüchtling und Fluchthelfer hinter Gittern in der DDR, Oldenburg 2015

  • Wege durch die Mauer
    Burkhart Veigel hat für dieses Buch etwa 100 Flüchtlinge, Fluchthelfer und andere Beteiligte interviewt.
    Veigel, Burkhart: Wege durch die Mauer. Fluchthilfe und Stasi zwischen Ost und West, 3. Aufl., Berlin 2013

  • Die Sache mit Tom
    Autobiografischer Bericht über die Fluchthilfe für Verwandte und Freunde.
    Rüdiger von Fritsch: "Die Sache mit Tom", Berlin 2009.

  • Die Geschichte der Fluchthilfe im geteilten Deutschland
    Marion Detjen legt die erste Gesamtgeschichte der Fluchthilfe vor und schildert die Motive der Fluchthelfer, ihre Zwänge und politischen Konflikte. Gedruckt mit der Unterstützung der Bundesstiftung Aufarbeitung.
    Detjen, Marion: Ein Loch in der Mauer. Die Geschichte der Fluchthilfe im geteilten Deutschland 1961-1989, München 2005.

  • Fluchthelfer. Die Gruppe um Wolfgang Fuchs
    Die Autoren erzählen die Fluchhilfeaktionen der Gruppe um Wolfgang Fuchs. Bei der Darstellung des erfolgreichen "Tunnel 57" stützen sie sich auf ihre eigenen Erinnerungen als Beteiligte. Darüber hinaus rekonstruieren sie die zum Teil spektakulären Aktionen anhand von Tagebüchern und Gesprächen mit Zeitzeugen.
    Keussler, Klaus-M. von/Schulenburg, Peter: Fluchthelfer. Die Gruppe um Wolfgang Fuchs, Berlin 2011.

    Bei der Gedenkveranstaltung zum 50. Jahrestag des Mauerbaus am 13. August 2011 in der Gedenkstätte Berliner Mauer erzählte Peter Schulenburg von seiner Flucht am Wilhemlsruher Damm. Klaus von Keussler schilderte, aus welchen Gründen er anderen DDR-Bürgern zur Flucht verhalf. Er erläuterte, welche Schwierigkeiten beim Bau eines Fluchttunnels auftraten.

  • Die Fluchttunnel von Berlin
    Die Autoren haben Zeitzeugen befragt sowie einschlägige Stasi-Akten ausgewertet und legen eine Gesamtdarstellung der Berliner Fluchttunnel vor.
    Arnold, Dietmar/Kellerhoff, Sven Felix: Die Fluchttunnel von Berlin, Berlin 2008.

  • 1197 Tage als Fluchthelfer in DDR-Haft
    Mathias Bath kam bei seiner ersten Fluchthilfeaktion mit Flüchtlingen im Kofferraum in eine gezielte Grenzkontrolle und wurde festgenommen. In seinem Buch schildert und entlarvt er die Mittel und Methoden der Strafverfolgungs- und Strafvollzugsorgane der DDR.
    Bath, Matthias: Gefangen und freigetauscht. 1197 Tage als Fluchthelfer in DDR-Haft, Berlin 1987.

  • Fluchthilfe und Stasi zwischen Ost und West
    Beschreibung von Fluchthilfeaktionen mit Ausweisen und Pässen, durch die Kanalisation, mit umgebauten Autos, mithilfe von Alliierten und Diplomaten sowie durch Tunnel. Burkhart Veigel verhalf etwa 650 Menschen zu einem Leben im Westen und stützt seine Darstellung auf eigene Erinnerungen und zahlreiche Befragungen.
    Veigel, Burkhart: Wege durch die Mauer – Fluchthilfe und Stasi zwischen Ost und West, Berlin 2011.

  • Der verratene Tunnel
    Die Autorin deckt die Hintergründe auf, die zum Verrat eines Fluchttunnels in der geteilten Stadt geführt haben. Neben der Geschichte zahlreicher Menschen aus Ost und West beschreibt das Buch ausführlich den Tunnelbau und den Kontakt zwischen Fluchthelfern und Flüchtlingen. Auch die Beteiligten selbst kommen zu Wort.
    Nooke, Maria: Der verratene Tunnel. Geschichte einer verhinderten Flucht im geteilten Berlin. Edition Temmen, Bremen 2002

  • Aktionen der Girrmann-Gruppe
    Vielen DDR-Bürgern gelang mithilfe der studentischen Fluchthilfegruppe um Detlef Girrmann, Dieter Thieme und Bodo Köhler die Flucht in den Westen. Die danach aufgezeichneten Berichte der DDR-Flüchtlinge spiegeln Maßnahmen der SED-Führung zur inneren Absicherung des Mauerbaus. Sie zeigen, dass sich der Druck auf alle gesellschaftlichen Bereiche erstreckte, um die DDR-Bürger zur Anpassung zu zwingen.
    Nooke, Maria/Dollmann, Lydia (Hg.): Fluchtziel Freiheit. Berichte von DDR-Flüchtlingen über die Situation nach dem Mauerbau – Aktionen der Girrmann-Gruppe, Berlin 2011, Ch. Links Verlag