Opfer und Gedenken

Im Errichtungsgesetz der Bundesstiftung Aufarbeitung ist unter anderem festgehalten, dass es Zweck der Stiftung ist, Beiträge zur umfassenden Aufarbeitung von Ursachen, Geschichte und Folgen der Diktatur in der sowjetischen Besatzungszone in Deutschland und in der DDR zu leisten und zu unterstützen und die Erinnerung an das geschehene Unrecht und die Opfer wachzuhalten.

Die Erinnerung an die Opfer der kommunistischen Diktatur wach zu halten, zählt zu den zentralen Aufgaben der Bundestiftung Aufarbeitung. Dem Gedenken an die Opfer der Diktatur in SBZ und DDR sowie deren moralische und materielle Rehabilitation widmet die Bundesstiftung Aufarbeitung seit ihrer Gründung daher besondere Aufmerksamkeit.

Dies spiegelt sich in der kontinuierlichen Förderung der Vereinigungen wider, in denen sich insbesondere Häftlinge von Lagern und Gefängnissen zusammengeschlossen haben. Die Bundesstiftung Aufarbeitung gewährleistet mit ihrer Projektförderung nicht nur deren Betreuungs- und Bildungsarbeit, sondern auch den Fortbestand der Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft (UOKG) als deren Dachverband, der auf nationaler und internationaler Ebene Lobbyarbeit leistet.

Gefördert wurde und wird auch die Zeitschrift "Der Stacheldraht", die den Opfern der SED-Diktatur zur Selbstverständigung dient. Novellierungen der Unrechtsbereinigungsgesetze sowie die 2007 eingeführte, so genannte Opferrente gingen auf die gemeinsame Beratungstätigkeit und das Engagement der Bundesstiftung und der Opferverbände zurück. Zur moralischen Rehabilitation der Diktaturopfer zählt die Arbeit wider das Vergessen, die von der Bundesstiftung Aufarbeitung durch die umfangreiche Förderung von Ausstellungen, Gedenkstättenarbeit, Publikationen, Filmen und wissenschaftlicher Forschungsarbeiten als Querschnittsaufgabe der gesamten Stiftungstätigkeit betrieben wird.