Opferberatung

Broschüre "Beratungsangebote für Opfer politischer Verfolgung in der SBZ/DDR"

Den Opfern diktatorischer Willkür und jenen, die Widerstand leisteten und dafür büßen mußten, soll mit der vorliegenden Broschüre eine Orientierungshilfe bei der Realisierung ihrer rechtlichen Ansprüche, bei Rehabilitierung und der Suche nach geeigneten Ansprechpartnern gegeben werden.

Beratungsbroschüre, 6. Aufl., 2016Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (Hrsg.)
Übersicht über Beratungsangebote für Opfer politischer Verfolgung in der SBZ/DDR
6., erweiterte und überarbeitete Auflage
Redaktionsschluss: 30. März 2016
Konzeption: Anna Kaminsky
Erstellung/Bearbeitung: Esther Schabow, Ruth Gleinig

Die Broschüre kann kostenlos im Publikationsshop bestellt oder hier heruntergeladen werden. [2,6 MB]

Opferberatungsstellen

Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur hat eine Linkliste aller Verbände, Vereinigungen und Beratungsstellen zusammengestellt, die entweder über eine eigene Homepage verfügen oder über die Informationen auf den Homepages von Anderen zu finden sind.

Diese Linkliste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, da noch viele der Institutionen über kein eigenes Forum im Internet verfügen.
Ein umfassendes Verzeichnis der Opferverbände bietet die Broschüre "Übersicht über Beratungsangebote für Opfer politischer Verfolgung in der SBZ/DDR" (siehe oben)

Linkliste aller Verbände, Vereinigungen und Beratungsstellen

Beratungsangebote für ehemalige DDR-Heimkinder

"Der Stacheldraht" informiert in seiner Ausgabe Heft Nr.6/2012 über Beratungsangebote für ehemalige DDR-Heimkinder.
Die Zeitschrift wird herausgegeben von der Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft und dem BSV-Förderverein für Beratungen e.V.

Den folgenden Artikel zitieren wir mit freundlicher Genehmigung der Redakteurin Sybille Ploog in voller Länge:

Fonds "Heimerziehung in der DDR"
Hilfe für ehemalige DDR-Heimkinder 1949 bis 1990


Nachdem zum 1. Januar 2012 der Fonds "Heimerziehung West" eingerichtet wurde, gibt es seit dem 1. Juli 2012 auch den Fonds "Heimerziehung in der DDR". Er umfasst ein Volumen von insgesamt 40 Millionen Euro und wird von Bund und ostdeutschen Ländern gemeinsam finanziert.

Ehemalige DDR-Heimkinder können Hilfen und Unterstützungsleistungen bei heute noch bestehenden Folgeschäden und/oder bei Minderung von Rentenansprüchen erhalten. Berechtigt sind nicht nur ehemalige Insassen von Sonderheimen, sondern von allen Heimeinrichtungen der DDR-Jugendhilfe sowie von Dauerheimen für Säuglinge und Kleinkinder in den Jahren 1949 bis 1990. Ein Rechtsanspruch auf Leistungen aus dem Fonds besteht aber nicht.

Ausgleichsleistungen werden gewährt, wenn für erbrachte Arbeitsleistungen während des Heimaufenthaltes keine Sozialversicherungsbeiträge gezahlt oder geleistete Beiträge von der Rentenversicherung nicht anerkannt wurden und die Rentenansprüche dadurch gemindert sind.

Über Hilfen und Unterstützungsleistungen wird eine Vereinbarung zwischen dem Betroffenen und dem Berater der regionalen Anlaufstelle getroffen. Die Anlaufstellen reichen die Vereinbarung beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben ein. Dieses prüft die Unterlagen und zahlt die finanziellen Mittel aus.

Zuständig sind grundsätzlich die regionalen Anlauf- und Beratungsstellen, in deren Einzugsgebiet der Betroffene aktuell wohnt (Wohnortprinzip). Ausnahmen: Wenn der aktuelle Wohnsitz im Ausland oder nicht in einem ostdeutschen Bundesland liegt, ist diejenige Anlauf- und Beratungsstelle zuständig, in dessen Gebiet die erste Heimeinweisung durch das damals zuständige Jugendamt erfolgte (Einweisungsprinzip).

Für Reisekosten, Kopie- und Telefonkosten stehen für jeden Antragsteller 250 Euro zur Verfügung. Bei finanziellem Engpaß bzw. in Notlage können diese bei der zuständigen Anlaufstelle telefonisch beantragt werden.

Land Berlin
Berliner Anlauf- und Beratungsstelle für ehemalige Heimkinder
Fregestr. 38 A
12161 Berlin
Tel. (030) 85 75 77 61
Fax (030) 85 75 77 60
info-heimerziehung@sozkult.de
www.abeh-berlin.de
Ansprechpartner: Reinhilde Godulla, Stefan Henn, Manuel Koesters, Marie Martensen, Herbert Scherer, Petra Schwarzer
Telefonische Sprechzeiten zur Vereinbarung eines Beratungsgespräches:
Mo 10 bis 12 Uhr
Di "Treffpunkt Café" und "Offene Tür" 15 bis 17 Uhr
Mi 13 bis 15 Uhr
Do 16 bis 18 Uhr

Land Brandenburg
Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur
Hegelallee 3
14467 Potsdam
Tel. (03 31) 23 72 92 17
anlaufstelle@lakd.brandenburg.de
www.aufarbeitung.brandenburg.de
Ansprechpartner: Petra Morawe, Silvana Hilliger
Telefonische Sprechzeiten zur Terminvereinbarung:
Mi und Do 14 bis 18 Uhr

Land Mecklenburg-Vorpommern
Anlauf- und Beratungsstelle "Heimerziehung in der DDR"
Jägerweg 2
19053 Schwerin
Tel. (03 85) 557 16 6-1 oder 2
Fax (03 85) 73 40 07
heimerziehung@lstu.mv-regierung.de
b.bley@lstu.mv-regierung.de
g.buggenhagen@lstu.mv-regierung.de
Ansprechpartner: Burkhard Bley, Gudrun Buggenhagen

Land Sachsen
Anlauf- und Beratungsstelle des Freistaates Sachsen Fonds "Heimerziehung in der DDR"
Funkenburgstr. 2
04105 Leipzig
Tel. (03 41) 12 66-240
heimerziehung@ksv-sachsen.de
Ansprechpartner: Bettina Monse, Verena Liebing
Beratungszeiten der Anlauf- und Beratungsstelle:
Mo 9 bis 16 Uhr
Di 9 bis 19 Uhr
Mi 9 bis 12 Uhr
Do 9 bis 16 Uhr
Fr 9 bis 12 Uhr
Darüber hinaus nach vorheriger Vereinbarung.

Land Sachsen-Anhalt
Anlauf- und Beratungsstelle DDR-Heimkinderfonds Sachsen-Anhalt
Liebknechtstr. 65
39110 Magdeburg
Tel. (03 91) 72 73 99-20 (für Terminabsprachen oder Anfragen)
Fax (03 91) 72 73 99-14
heimkinderfonds@ms.sachsen-anhalt.de
www.heimkinderfonds.sachsen-anhalt.de
Ansprechpartner: Dr. Klaus-Peter Meyer (Leitung), Tina Spengler, Jürgen Wesner
Erreichbar für Terminabsprachen oder Anfragen zu folgenden Zeiten:
Mo, Mi, Fr 9 bis 13 Uhr
Di, Do 14 bis 17 Uhr

Land Thüringen
Anlauf- und Beratungsstelle für ehemalige DDR-Heimkinder
Hölderlinstr. 1
98527 Suhl
Tel. (036 81) 73 46 91 oder (01 60) 95 38 06 55
Fax (036 81) 73 46 92
may@tlstu.thueringen.de
Telefonische Erreichbarkeit:
Mo bis Do 9 bis 12 Uhr und 14 bis 16 Uhr