Peter Römer

Kurzbiographie

Peter Römer
Peter Römer, 1984 in Hamburg geboren, studierte Politikwissenschaft, Neuere und Neueste Geschichte und Öffentliches Recht in Münster und Warschau. Hier entstand auch sein nachhaltiges Interesse an Polen, das er durch einschlägige Praktika verstärkte. Seine Magisterarbeit beschäftigte sich mit der Geschichtspolitik von „Recht und Gerechtigkeit“. Seit Frühjahr 2010 arbeitet er unter Betreuung von Prof. Dr. Thomas Großbölting an seiner Dissertation.
E-Mail an Peter Römer

Kurzbeschreibung der Dissertation

Nach dem Staatssozialismus. Die Geschichtspolitik der Deutungseliten in Deutschland und Polen, 1989-2009. Ein beziehungsgeschichtlicher Diktaturaufarbeitungsvergleich

Eine brüchige Täter-Opfer-Konstellation prägt die deutsch-polnische Erinnerung. Auf diese wirkte ab 1989 etwas Neues ein: Die jeweilige Aufarbeitung der untergegangenen staatssozialistischen Diktatur rückte nun neben dem Umgang mit Nationalsozialismus und Zweitem Weltkrieg. Ziel der Dissertation ist es, die Folgen wichtiger Aufarbeitungsdiskussionen für die Erinnerungskulturen in einem transnationalen Rahmen zu erfassen. Dabei wird auf die Prozesse zwischen beiden Staaten geachtet. Streitigkeiten und gegensätzliche Entscheidungen standen hier neben gemeinsam getragenen Wegen. Die Arbeit entwickelt einen beziehungsgeschichtlichen Überblick über zwanzig Jahre der Ausgestaltung und Wirkung von Vergangenheitsaufarbeitung in und zwischen beiden Ländern.