Pressemitteilung vom 10.10.2007

Stiftung Aufarbeitung präsentiert „Erinnerungsorte an den Massenterror 1937/38“ und „Verbrechen im Namen der Idee“ auf der Frankfurter Buchmesse 2007

Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur stellt auf der Frankfurter Buchmesse am 13. Oktober zwei Publikationen vor, die an den Massenterror 1937/38 in der Sowjetunion erinnern. Die Bücher „Erinnerungsorte an den Massenterror 1937/38 - Russische Föderation“ und „Verbrechen im Namen der Idee. Terror im Kommunismus 1936-1938“ herausgegeben von Hermann Weber und Ulrich Mählert werden gemeinsam mit weiteren von Memorial International Moskau und Memorial Deutschland erarbeiteten Publikationen zum Thema Massenterror im Forum Dialog um 10:45 Uhr in Halle 6 präsentiert. Für die Stiftung werden Gerd Poppe, Mitglied des Vorstands der Stiftung sowie Prof. Hermann Weber an der Veranstaltung teilnehmen.

Die vorgestellten Publikationen widmen sich der Erinnerung an den “Großen Terror“ in der Sowjetunion der 1930er Jahre, dem mehr als zwei Millionen Menschen zum Opfer fielen. Mehr als 700.000 von ihnen wurden hingerichtet.

In „Erinnerungsorte an den Massenterror 1937/38 - Russische Föderation“ stellt die Stiftung Aufarbeitung 265 Orte in der Russischen Föderation vor, die an das Leid und die Verfolgung während des „Großen Terrors“ 1937/38 erinnern. Die einzelnen Beiträge geben einen Einblick in das Ausmaß der Gewaltexzesse. Sie berichten zudem von den oftmals beschwerlichen Bemühungen, die Opfer mit der Errichtung von Gedenkzeichen in das öffentliche Bewusstsein zurückzuholen.

„Verbrechen im Namen der Idee. Terror im Kommunismus 1936-1938“ In zehn Studien zeichnen die Autoren ein erschütterndes Bild der damaligen Ereignisse und untersuchen die Folgen des „Großen Terrors“ für die Sowjetgesellschaft und die kommunistische Bewegung insgesamt. Die in beiden Bänden enthaltenen Thesen zum Massenterror, die die Menschenrechtsorganisation Memorial herausgegeben hat, sind eine eindringliche Mahnung, diese furchtbaren Verbrechen nicht zu vergessen.

„Erinnerungsorte an den Massenterror 1937/38 - Russische Föderation“ herausgegeben von Anna Kaminsky im Auftrag der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Berlin 2007, 14,90€, ISBN 978-3-00-022887-2

„Verbrechen im Namen der Idee. Terror im Kommunismus 1936-1938“ herausgegeben von Hermann Weber und Ulrich Mählert, Aufbau Taschenbuch, Berlin 2007, 9,95€. ISBN 978-3-74668-152-8


Für weitere Informationen steht Ihnen Dietrich Wolf Fenner, Pressesprecher der Stiftung Aufarbeitung, unter Tel. 030/2324 7225 gerne zur Verfügung.

Berlin, 10. Oktober 2007