Pressemitteilung vom 09.11.2009

Eppelmann: „Die Friedlichen Revolutionen von 1989 haben die Einigung Europas erst möglich gemacht“

In seiner Ansprache zum Festkonzert „20 Jahre Mauerfall“ im Berliner Dom betonte Rainer Eppelmann, Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, die Bedeutung der Friedlichen Revolutionen in den osteuropäischen Staaten für die Einheit Europas: „In der Zeitenwende von 1989 sind nicht nur die kommunistischen Diktaturen in Deutschland und Europa zum Einsturz gebracht worden. Es wurde auch die jahrzehntelange Spaltung des Kontinents in sich unversöhnlich gegenüber stehende Lager überwunden, die in einem generationenlangen Kalten Krieg erstarrt waren. Durch die Friedlichen Revolutionen wurde die Voraussetzung für etwas Großes, noch nie da Gewesenes geschaffen: Ein geeintes Europa in Frieden, Freiheit und Demokratie – und ein Europa der Freundschaft, in der alte Konflikte und Ressentiments überwunden sind.“

Anlässlich des 20. Jahrestages des Mauerfalls veranstaltet der Deutschlandfunk zusammen mit der Rundfunk Orchester und Chöre GmbH Berlin (roc berlin) und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur ein Benefizkonzert am heutigen 9. November im Berliner Dom. Unter dem Titel „20 Jahre Mauerfall – Das Konzert“ treten die vier weltweit gefragten Ensembles der roc berlin – das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin und der RIAS Kammerchor aus dem ehemaligen Westteil und das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin und der Rundfunkchor Berlin aus dem ehemaligen Ostteil der Stadt – erstmals gemeinsam auf. Unter Leitung ihrer Chefdirigenten spielen die vier Ensembles Werke von Schubert, Beethoven, Schönberg, Wagner und Mendelssohn, durch die sich die Motive von Freiheit, Toleranz und Menschenwürde ziehen.

Der Deutschlandfunk überträgt ab 20:30 Uhr das Konzert live in seinem bundesweiten Programm. Die Veranstaltung steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler.

Für weitere Informationen steht Ihnen der Pressesprecher der Bundesstiftung Aufarbeitung, Dietrich Wolf Fenner, unter Tel. 030/31 98 95 - 225 gerne zur Verfügung.

Berlin, 18. Juni 2009