Pressemitteilung vom 16.10.2009

Unüberwindbar? Vom Umgang mit der Teilung in Korea

Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur lädt gemeinsam mit der Botschaft der Republik Korea zum Podiumsgespräch „Unüberwindbar? Vom Umgang mit der Teilung in Korea“ am Montag, 19. Oktober 2009, 19 Uhr in den Veranstaltungssaal der Bundesstiftung Aufarbeitung, Kronenstraße 5 in 10117 Berlin.

Im Herbst 2009 wird in Deutschland und Europa an den Sturz der kommunistischen Diktaturen und die Überwindung der deutschen und europäischen Teilung mit einer Vielzahl von Veranstaltungen erinnert. In Korea hingegen ist die Teilung des Landes als Ergebnis des Korea-Krieges seit Jahrzehnten zementiert. Seit dem 27. Juli 1953 bestätigte ein Waffenstillstandsabkommen den 38. Breitengrad als Grenze zwischen dem kommunistischen Norden und dem seit Ende der 80er Jahre demokratischen Süden. Mit der Podiumsdiskussion wird der Blick über den europäischen Tellerrand gewagt und die Situation auf der koreanischen Halbinsel thematisiert. Im Zentrum steht der aktuelle Umgang mit der koreanischen Teilungsgeschichte sowie die wechselseitigen Beziehungen von Süd- und Nordkorea: Wie nehmen sich beide Staaten wechselseitig wahr? Wie werden die Menschenrechtsverletzungen und die Situation im kommunistischen Norden in Südkorea thematisiert? Welche Rolle spielen die Flüchtlinge aus Nordkorea? Welche Bedeutung besitzt der Korea-Krieg heutzutage in der öffentlichen Wahrnehmung? Existieren Planungen zur Überwindung der Teilung und wenn ja, welche?

Der Gesandte der Republik Korea, Euy Taek Kim, und Hartmut Koschyk, MdB, Vorsitzender der Deutsch-Koreanischen Parlamentariergesellschaft und stv. Vorsitzender des Stiftungsrats der Bundesstiftung Aufarbeitung führen in den Abend ein. Dr. Bernhard Seliger, Direktor der Hanns-Seidel-Stiftung Seoul, zeigt Bilder aus Nordkorea. Anschließend diskutieren auf dem Podium Young-Il Kim, Leiter PSCORE, Seoul mit Dr. des. You Jae Lee, Universität Bonn, Abt. Japanologie u. Koreanistik mit Dr. Bernhard Seliger und Hartmut Koschyk. Das Gespräch wird moderiert von Dr. Jens Hüttmann.

Eintritt frei / Anmeldung nicht erforderlich. Für weitere Informationen steht Ihnen Dietrich Wolf Fenner, Pressesprecher der Bundesstiftung Aufarbeitung unter Tel. 030/31 98 95 - 225 gerne zur Verfügung.

Berlin, 16. Oktober 2009