Pressemitteilung vom 08.11.2010

50 Jahre Mauerbau: Stiftungs-Kalender 2011

Der Kalender der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur für 2011 ist erschienen und ab sofort für 5,00 € über die Geschäftsstelle der Bundesstiftung zu beziehen. E-Mail:buero@stiftung-aufarbeitung.de

Der Kalender 2011 ist der Erinnerung an den Bau der Berliner Mauer gewidmet. Zum 50. Mal jährt sich dieses epochale Ereignis am 13. August 2011. Der Kalender bietet neben dem Raum für die Termine der Zukunft eine Chronik des Jahres 1961. Tag für Tag wird auf Ereignisse verwiesen, die dieses Schlüsseljahr des Kalten Kriegs prägten. Die Kalendereinträge rufen die politische Entwicklung im Vorfeld des Mauerbaus ins Gedächtnis, in der sich der Konflikt um Berlin immer mehr zuspitzte. Während die Bundesrepublik wirtschaftlich prosperierte, befand sich die DDR in einer Dauerkrise: Die Zumutungen der SED-Diktatur, die Verfolgung und Unterdrückung Andersdenkender und die rücksichtslose Zwangskollektivierung der Landwirtschaft bewogen immer mehr Ostdeutsche, ihrer Unzufriedenheit in einer "Abstimmung mit den Füßen" Ausdruck zu verleihen. Das Kalendarium illustriert, wie die Sowjetunion mit einer neuerlichen politischen Offensive vergeblich versuchte, die Westmächte aus der Stadt zu verdrängen, und dem SED-Regime schließlich die Absperrung West-Berlins erlaubte.

Für weitere Informationen steht Ihnen Dietrich Wolf Fenner, Pressesprecher der Bundesstiftung Aufarbeitung, unter Tel. 030/31 98 95 - 225 gerne zur Verfügung.

Berlin, 08. November 2010