Pressemitteilung vom 22.11.2010

Buchpräsentation: «Sowjetische Tschekisten zwischen Elbe und Oder. Die sowjetische Geheimpolizei in der SBZ und frühen DDR»

Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur lädt gemeinsam mit MEMORIAL International Moskau, Memorial Deutschland e. V. und dem Metropol Verlag Berlin zur Buchpräsentation mit Podiumsgespräch «Sowjetische Tschekisten zwischen Elbe und Oder. Die sowjetische Geheimpolizei in der SBZ und frühen DDR» ein. Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 24. November 2010, um 19 Uhr in der Bundesstiftung Aufarbeitung, Kronenstraße 5, 10117 Berlin statt.

Mit der Roten Armee rückten auch die sowjetischen Geheimdienste im Nachkriegsdeutschland ein. Rasch hatten die «Tschekisten» ihr Spinnennetz über Ostdeutschland gelegt. Die GPU-Keller waren für viele Frauen und Männer die erste Etappe eines Leidensweges, der durch die Speziallager bis nach Sibirien führen konnte. Tausende starben oder wurden hingerichtet.
Die neu gegründeten politischen Parteien und Verbände in den Besatzungszonen und die deutsche Polizei waren ebenso im Visier der sowjetischen Geheimdienste wie tatsächliche oder vermeintliche Spionage und Unterwanderungsversuche seitens des Westens.

Der Moskauer Historiker Dr. Nikita Petrov hat für MEMORIAL mit Unterstützung der Bundesstiftung Aufarbeitung das leitende Personal der sowjetischen Geheimdienste in Deutschland zwischen 1945 und 1954 dokumentiert. Nach einem Einführungsvortrag wird Dr. Petrov gemeinsam mit Dr. Vera Ammer (MEMORIAL Deutschland) und Dr. Andreas Hilger (Universität der Bundeswehr Hamburg) auf dem Podium diskutieren. Das Gespräch moderiert Friedrich Veitl, Metropol Verlag Berlin.

Der Eintritt ist frei. Für weitere Informationen steht Ihnen Dietrich Wolf Fenner, Pressesprecher der Bundesstiftung Aufarbeitung, unter Tel. 030/31 98 95 - 225 gerne zur Verfügung.

Berlin, 22. November 2010