Pressemitteilung vom 25.01.2011

"Alltag und Diktatur in der DDR"

Das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG) hat den Bereich DDR-Geschichte in seiner ständigen Ausstellung zur Geschichte von Brandenburg-Preußen neu konzipiert und gestaltet. Gezeigt wird aus alltagsgeschichtlicher Perspektive, mit welchen Methoden die SED-Diktatur die Lebenswelt der DDR-Bürger beeinflusste. Sechs Kapitel stellen junge Menschen in der DDR vor und erzählen Alltagsgeschichte mit regionalem Bezug. Themen sind die Bodenreform 1945 als Instrument des Gesellschaftswandels, Jugend und Staat am Beispiel des ideologischen Kampfes von FDJ und SED gegen die Jungen Gemeinden in den 1950er-Jahren, der Tod eines Jugendlichen an der Berliner Mauer in den 1960er-Jahren, das Leitbild der "Frau im Sozialismus" in den 1970er-Jahren, jugendliche Subkulturen am Beispiel von Punks und die Bürgerbewegung in den 1980er-Jahren.

Die Ausstellung entstand auch mithilfe von Zeitzeugen, die persönliche Erinnerungen beitrugen und viele der originalen Objekte, Fotos, Dokumente, Briefe und Tagebücher als persönliche Leihgaben zur Verfügung stellten. Hörstationen und Filmsequenzen sowie eine multimediale, interaktive Dokumentation ergänzen die Ausstellung, die insbesondere jugendlichen Besuchern einen Zugang zur DDR-Geschichte bietet.

Der Ausstellungsbereich "Alltag und Diktatur in der DDR" wurde gefördert mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg.

Termin: Dienstag, 1. Februar 2011, 11 Uhr
Ort: Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG),
Kutschstall, Am Neuen Markt 9, in Potsdam
Teilnehmer:

  • Dr. Kurt Winkler, Direktor des HBPG
  • Dr. Anna Kaminsky, Geschäftsführerin der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
  • Ulrike Poppe, Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur
  • Dr. Antonia Humm, Kuratorin


Weitere Informationen erhalten Sie von Dr. Antje Frank, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit HBPG, Telefon: 0331 620 85 49, E-Mail: presse@hbpg.de oder Dietrich Wolf Fenner, Pressesprecher der Bundesstiftung Aufarbeitung, Telefon: 030 31 98 95 225 oder E-Mail: d.fenner@stiftung-aufarbeitung.de

Berlin, 25. Januar 2011