Pressemitteilung vom 26.01.2011

Kicken für die Partei

Fußball war in der DDR Volkssport Nummer Eins. Doch während die DDR in anderen sportlichen Disziplinen glänzte, ging sie bei internationalen Fußballwettkämpfen meistens leer aus. Dabei wurde Fußball wie kaum eine andere Sportart finanziell und personell unterstützt. Eine Niederlage für die Staats- und Parteiführung der SED-Diktatur.

"Fußball in der DDR. Kicken im Auftrag der SED" bietet einen kompakten Überblick der DDR-Fußball-Geschichte für die politische Bildungsarbeit. Hanns Leske beschreibt, wie Sportvereine nach sowjetischem Vorbild in Betriebssportgemeinschaften umstrukturiert wurden. Unter dem Motto "Sport auf Produktionsbasis" rückte man vom bürgerlichen "Nur-Sportlertum" ab und schuf unprätentiöse Clubnamen wie "Lokomotive Leipzig" und "Turbine Potsdam". Leske dokumentiert Höhepunkte und Tiefschläge der DDR-Fußballgeschichte und behält dabei die Einflussnahme von SED und MfS im Blick.

Dr. Hanns Leske ist Politikwissenschaftler. Er lebt in Berlin und hat bereits mehrere, vielbeachtete Publikation über Fußball in der DDR verfasst.

In Kooperation mit: Landeszentrale für politische Bildung Thüringen
Erhältlich über: Publikationsshop der Bundesstiftung Aufarbeitung, Preis: 2 € (Schutzgebühr)
ISBN: ISBN 978-3-937967-69-1

Weitere Informationen erhalten Sie von Dietrich Wolf Fenner, Pressesprecher der Bundesstiftung Aufarbeitung, Telefon: 030 31 98 95 225 oder E-Mail: d.fenner@stiftung-aufarbeitung.dee

Berlin, 26. Januar 2011