Pressemitteilung vom 14.02.2011

«Glücklicher Sklave»

Buchpräsentation und Podiumsgespräch zum Justizalltag in der SED-Diktatur

Der langjährige Oberrichter am Obersten Gericht der DDR Rudi Beckert war einer der ranghöchsten Richter im SED-Staat. Mit seiner Autobiografie «Glücklicher Sklave» legt er nicht nur eine persönliche, ungeschminkte Bilanz seiner Karriere in der SED-Diktatur vor. Zugleich setzt sich der ehemalige DDR-Jurist (selbst)kritisch mit dem Justizalltag im sozialistischen Staat auseinander. Das Ergebnis ist «eine vorbehaltlose Rechenschaftslegung», was seine Lebenserinnerungen exemplarisch macht, urteilt der Journalist Karl Wilhelm Fricke im Vorwort. Interne Abläufe wie das Zusammenwirken von Justiz, Partei und Staatssicherheit werden aus der Sicht eines unmittelbar Beteiligten behandelt. Beckert stellt die Frage nach dem Charakter der DDR als Unrechtsstaat und weicht der Antwort nicht aus.

Prof. Dr. Friedrich-Christian Schroeder, DDR-Rechtsexperte an der Universität Regensburg führt in das Thema «Justizalltag im Unrechtsstaat» ein.

Auf dem Podium diskutieren über den Justizalltag in der kommunistischen Diktatur der Autor Rudi Beckert mit Prof. Dr. Friedrich-Christian Schroeder und Prof. Dr. Hubert Rottleuthner, Rechtssoziologe an der Freien Universität Berlin, Prof. Dr. Rainer Schröder, Rechtshistoriker an der Humboldt-Universität zu Berlin.
Monika Nöhre, Präsidentin des Kammergerichts, wird das Gespräch moderieren.

Datum: 16. Februar 2011
Mitveranstalter: Der Berliner Landesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Forum Recht und Kultur im Kammergericht e.V. und der Metropol Verlag Berlin
Uhrzeit: 19 Uhr
Ort: Landgericht Berlin, Littenstrasse 12, 10179 Berlin-Mitte

Weitere Informationen erhalten Sie von Dietrich Wolf Fenner, Pressesprecher der Bundesstiftung Aufarbeitung, Telefon: 030 31 98 95 225 oder E-Mail: d.fenner@stiftung-aufarbeitung.de

Berlin, 14. Februar 2011