Pressemitteilung vom 15.02.2011

«Erich Loest: Man ist ja keine Achtzig mehr»

Buchpremiere, Lesung und Autorengespräch

Was ist mit über achtzig Jahren für einen Schriftsteller zu tun? Den nächsten Roman beginnen? Warum noch einen – alle Geschichten sind erzählt. Doch was jeder Tag aufs Neue bringt, das sind Begegnungen und Erkenntnisse. Erich Loest hat sie notiert und ausgeformt zu Miniaturen voller Weisheit und trockenem Humor. Zwischen August 2008 und September 2010 hielt er fest, was ihn beschäftigte und bewegte: Politisches und Persönliches, Geschichten von unterwegs und von daheim. Heiter und gelassen beobachtet er auch sich selbst. Um das Leben von Tag zu Tag auf den Punkt zu bringen, ist das Tagebuch die ideale Form – für sein erklärtes «Letztbuch» bedient sich Erich Loest ihrer zum ersten Mal. Kurz vor seinem 85. Geburtstag präsentieren die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Steidl Verlag Erich Loests «Man ist ja keine Achtzig mehr» erstmals der Öffentlichkeit.

Erich Loest wurde 1926 im sächsischen Mittweida geboren. Zu seinen zahlreichen Büchern zählen die Romane «Es geht seinen Gang», «Zwiebelmuster», «Froschkonzert», der von Frank Beyer verfilmte Bestseller «Nikolaikirche», «Sommergewitter» sowie «Löwenstadt», Kriminalromane, Erzählungsbände, die Autobiografie «Durch die Erde ein Riss» und der Bericht «Prozesskosten». Anfang der achtziger Jahre verließ Loest die DDR; seit 1998 lebt er wieder in Leipzig.

Der Journalist Heinz Klunker führt in den Abend ein. Erich Loest liest aus «Man ist ja keine Achtzig mehr». Der Autor ist im Anschluss im Gespräch mit Winfried Sträter, Deutschlandradio Kultur.

Datum: 17. Februar 2011
Mitveranstalter: Steidl Verlag
Uhrzeit: 19 Uhr
Ort: Bundesstiftung Aufarbeitung, Kronenstraße 5, 10117 Berlin

Weitere Informationen erhalten Sie von Dietrich Wolf Fenner, Pressesprecher der Bundesstiftung Aufarbeitung, Telefon: 030 31 98 95 225 oder E-Mail: d.fenner@stiftung-aufarbeitung.de

Berlin, 15. Februar 2011