Pressemitteilung vom 03.03.2011

»Ein Tag zählt wie ein Jahr« – Die Frauen von Hoheneck

Filmpremiere und Podiumsgespräch

Hoheneck: Synonym für politisch inhaftierte Frauen und menschenunwürdige Haftbedingungen. Tausende „Politische“ waren zwischen 1950 und 1989 auf der Burg aus dem Mittelalter gemeinsam mit Mörderinnen und anderen Schwerverbrecherinnen weggesperrt.
Kristin Derfler und Dietmar Klein haben mit Förderung der Bundesstiftung Aufarbeitung ein Porträt über diesen Ort des Unrechts und der Unterdrückung mit zahlreichen Zeitzeuginnen gedreht. Ihr Film „Ein Tag zählt wie ein Jahr. Die Frauen von Hoheneck“ wird in Anwesenheit der Filmemacher am Weltfrauentag uraufgeführt.

Im Anschluss an die Filmpremiere kommen ehemalige inhaftierte Frauen aus Hoheneck zu Wort.
- Ingeborg Linke (* 1927), 1947 wegen angeblicher Spionage verhaftet und 1948 zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt; ab 1950 in Hoheneck inhaftiert, 1955 entlassen
- Ellen Thiemann (* 1937), 1972 wegen geplanter Republikflucht verhaftet, 1973 verurteilt und in Hoheneck inhaftiert; 1975 nach Ost-Berlin entlassen und
- Uta Franke (* 1955), 1979 wegen »staatsfeindlicher Hetze« verhaftet und nach der Verurteilung in Hoheneck inhaftiert; 1981 vom Westen freigekauft

Das Gespräch wird moderiert von Doris Liebermann.

Im Foyer der Bundesstiftung Aufarbeitung wird die Ausstellung »Revolution ist weiblich« des Archivs Bürgerbewegung Leipzig e.V. zu sehen sein.

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich!


Datum: 8. März 2011
Uhrzeit: 19 Uhr
Ort: Bundesstiftung Aufarbeitung, Kronenstraße 5, 10117 Berlin

Weitere Informationen erhalten Sie von Dietrich Wolf Fenner, Pressesprecher der Bundesstiftung Aufarbeitung, Telefon: 030 31 98 95 225 oder E-Mail: d.fenner@stiftung-aufarbeitung.de

Berlin, 3. März 2011