Pressemitteilung vom 31.05.2011

Stalinismuserinnerung in Weißrussland

Die Bundesstiftung Aufarbeitung präsentiert auf dem 33. Evangelischen Kirchentag in Dresden die Dokumentation „Erinnerungsorte an die Opfer des Kommunismus in Belarus“. Die Publikation beschreibt 141 Denkmäler und Erinnerungsorte, die oft gegen den Widerstand lokaler Behörden von zivilgesellschaftlichen Initiativen in Weißrussland errichtet worden sind. Die ausführlichen Beschreibungen der einzelnen Gedenkorte bieten einen tiefen Einblick in die Repressionsgeschichte der früheren Sowjetunion. Dieses Thema ist bei den postkommunistischen Diktatoren unter Staatspräsident Aljaksandr Lukaschenka so verpönt, dass kein Partner der Bundesstiftung Aufarbeitung in Belarus die Veröffentlichung einer weißrussischen Ausgabe wagte. So wird die weißrussische Ausgabe des Bandes derzeit von der Bundesstiftung Aufarbeitung vorbereitet.

Die deutsche Ausgabe ist im Berliner Metropol Verlag erschienen und wird am Samstag, dem 4. Juni 2011, zwischen 15 und 18 Uhr gemeinsam von der Evangelischen Akademie und der Bundesstiftung Aufarbeitung vorgestellt. An der Diskussion nehmen teil: Dr. Jörg Forbrig, Programmdirektor Mittel- und Osteuropa The German Marshall Fund of the United States, Berlin, Aliaksandr Kudrytski, Journalist Wochenzeitung Nasha Niva, Minsk/Weißrussland, Maryna Rakhlei, Redakteurin Agentur Belapan, Minsk/Weißrussland sowie die Geschäftsführerin der Bundesstiftung Aufarbeitung, Dr. Anna Kaminsky.

Das Buch: Anna Kaminsky (Hrsg.): Erinnerungsorte an die Opfer des Kommunismus in Belarus. Berlin: Metropol Verlag 2011, 288 Seiten, 24 Euro
Die Veranstaltung: Wie weiter mit Belarus?, Podiumsgespräch am 4. Juni 2011, von 15 bis 18 Uhr, Dreikönigskirche, Haus der Kirche, Festsaal, Hauptstr. 23, 01097 Dresden

Weitere Informationen erhalten Sie von Dr. Ulrich Mählert, Telefon: 030 31 98 95 207 oder E-Mail: u.maehlert[at">stiftung-aufarbeitung.de


Berlin, 31. Mai 2011