Pressemitteilung vom 10.06.2011

Mehr als 400 Jahre Haft

Auf mehr als 400 Jahre Haft addieren sich die Schicksale der 36 Delegierten aus zwölf ostmitteleuropäischen Ländern, die sich vom 14. bis 18. Juni 2011 in Berlin zum XIX. Kongress der Internationalen Assoziation ehemaliger politischer Gefangener und Opfer des Kommunismus einfinden. Tagungsort ist die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, die das Verbandstreffen auch finanziell fördert.

Das alljährliche Treffen dient dem Austausch über Fragen der Rehabilitierung und Entschädigung der Opfer kommunistischer Herrschaft sowie über den Stand der Aufarbeitung im einstigen sowjetischen Herrschaftsbereich. Mit der Wahl des Tagungsorts wollen die Verbandsvertreter an den Bau der Berliner Mauer vor 50 Jahren erinnern, die das steinerne Symbol der kommunistischen Herrschaft in Europa war.

Der Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Länder, Staatssekretär Dr. Christoph Bergner, wird die Kongressteilnehmer am 16. Juni in der Bundesstiftung Aufarbeitung im Namen der Bundesregierung begrüßen.

Auf dem Programm stehen nicht nur Vorträge über die Aufarbeitung des Kommunismus im europäischen Vergleich (von Dr. Anna Kaminsky, Geschäftsführerin der Bundesstiftung Aufarbeitung) sowie über die Darstellung der kommunistischen Diktaturen im Unterricht (von Dr. Jens Hüttmann, Bundesstiftung Aufarbeitung).

Die Delegierten werden zudem an den Gedenkfeierlichkeiten zur Erinnerung an den Volksaufstand am 17. Juni 1953 in der DDR teilnehmen und sich u.a. vor Ort über den Ausbau der Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer Straße informieren.

Interviewanfragen richten Sie bitte an den Präsidenten der Internationalen Assoziation, Herrn Jure Knezovic, Tel. +421 902 1666 46
Für Medienanfragen steht auch die Geschäftsführerin der Bundesstiftung Aufarbeitung, Frau Dr. Anna Kaminsky, zur Verfügung, Tel. 0151 571 356 89


Für allgemeine Informationen wenden Sie sich an das Sekretariat der Bundesstiftung Aufarbeitung, Telefon: 030 31 98 95 0 oder E-Mail: buero[at">stiftung-aufarbeitung.de

Berlin, 10. Juni 2011