Pressemitteilung vom 11.10.2011

SED-Geschichte neu erforscht

Die Historiker Jens Gieseke und Hermann Wentker haben eine Bestandsaufnahme zur SED-Geschichte herausgegeben, die im Auftrag der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur im Metropol Verlag Berlin erschienen ist. Zehn führende Expertinnen und Experten analysieren zentrale Fragen der SED-Geschichte von der Zwangsvereinigung 1946 bis zur Transformation der SED zu PDS und Linkspartei nach 1989/90. Im Mittelpunkt der Studien steht die Frage nach der Rolle der Staatspartei im politischen und sozialen Leben der DDR. „Zwanzig Jahre nach der Entmachtung der SED ist ihre Verantwortung im Diktatursystem noch immer nicht ausreichend erforscht. Zwischen Stasi-Debatte und Alltagsgeschichte klafft deshalb eine empfindliche Lücke. Die wollen wir schließen“, sagten die Herausgeber anlässlich des Erscheinens.

Der Band ist hervorgegangen aus einer gemeinsamen Vortragsreihe der Bundesstiftung Aufarbeitung, des Instituts für Zeitgeschichte München-Berlin (IfZ) und des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF). Er ist Teil eines Förderprogramms der Bundesstiftung, mit dem das lange vernachlässigte Feld der SED-Geschichte erstmals systematisch erforscht und aufgearbeitet wird. ZZF und IfZ unterhalten hierzu Projektgruppen, die in mehreren Grundlagenstudien die Organisations- und Wirkungsgeschichte dieser Macht- und Schaltzentrale der kommunistischen Diktatur untersuchen.


Die Geschichte der SED
Eine Bestandsaufnahme. Herausgegeben von Jens Gieseke und Hermann Wentker im Auftrag der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Metropol Verlag 2011
ISBN: 978-3-86331-042-4
272 Seiten
Preis: 19,00 Euro
http://www.metropol-verlag.de/pp/neuerscheinungen/neu_1_2007.htm


Weitere Informationen erhalten Sie von Tilman Günther, Pressesprecher der Bundesstiftung Aufarbeitung, Telefon: 030 31 98 95 225 oder E-Mail.