Pressemitteilung vom 10.11.2011

Vor 35 Jahren: Die Biermann-Ausbürgerung und ihre Folgen

Veranstaltung zu Konsequenzen der Ausbürgerung 1976 in Ost und West

Eine gemeinsame Veranstaltung der Bundesstiftung Aufarbeitung mit der Heinrich-Böll-Stiftung, dem Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen und der Robert-Havemann-Gesellschaft e.V. am 20. November versammelt prominente Zeitzeugen, um über die Bedeutung der Ausbürgerung Wolf Biermanns am 16. November 1976 zu diskutieren. „Die Veranstaltung soll nicht nur die Proteste der Prominenten beleuchten, sondern auch die drastischen Konsequenzen für Hunderte von DDR-Bürgern aufzeigen, die sich mit Biermann solidarisiert haben“, sagt Anna Kaminsky, Geschäftsführerin der Bundesstiftung Aufarbeitung. Zudem wird am Abend in Anwesenheit von Wolf Biermann der Mitschnitt des legendären Kölner Konzerts gezeigt.

Das Konzert Wolf Biermanns am 13. November in Köln diente dem SED-Politbüro als Vorwand, um dem kritischen Dichter und Sänger „das Recht auf weiteren Aufenthalt in der Deutschen Demokratischen Republik“ zu entziehen. Biermanns Ausbürgerung am 16. November 1976 löste einen Sturm der Entrüstung in Ost und West aus. Prominente Künstler und zahlreiche DDR-Bürger im ganzen Land protestierten gegen die Entscheidung der Parteiführung.

Broschüre „Wolf Biermann 1976“ der Bundesstiftung Aufarbeitung neu aufgelegt

Aus Anlass des 35. Jahrestages der Ausbürgerung Wolf Biermanns hat die Bundesstiftung Aufarbeitung eine überarbeitete Neuauflage der Broschüre „Wolf Biermann 1976“ herausgebracht. Die kompakte, mit zahlreichen Fotos illustrierte Publikation von Robert Grünbaum beschäftigt sich detailliert mit der Ausbürgerung Biermanns und ihren Folgen.
Rezensionsexemplare der Broschüre „Wolf Biermann 1976. Die Ausbürgerung und die Folgen“ können bei der Bundesstiftung Aufarbeitung angefordert werden.

Datum: 20. November 2011
Mitveranstalter: Heinrich-Böll-Stiftung, Der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Robert-Havemann-Gesellschaft e.V.
Uhrzeit: 14:00 Uhr
Ort: Heinrich-Böll-Stiftung
Schumannstr. 8, 10117 Berlin
Anmeldung: Anmeldung ausschließlich über den Veranstaltungskalender der Heinrich-Böll-Stiftung auf www.boell.de


Nähere Informationen zum Programm der Veranstaltung finden Sie hier: http://www.stiftung-aufarbeitung.de/veranstaltungen-2011-1572.html?id=1787

Weitere Informationen erhalten Sie von Tilman Günther, Pressesprecher der Bundesstiftung Aufarbeitung, Telefon: 030 31 98 95 225 oder E-Mail.