Pressemitteilung vom 01.12.2011

Das umstrittene Erbe der rumänischen Revolution von 1989

Veranstaltung zur Aufarbeitung der kommunistischen Diktatur in Rumänien

Das Ende der kommunistischen Diktatur in Rumänien war blutig: Die Dezember-Revolution von 1989 forderte hunderte Todesopfer und gipfelte im Sturz und der Hinrichtung des Diktators Nicolae Ceausescu. Die anschließende Transformation Rumäniens stand unter ungünstigen Vorzeichen, nicht nur angesichts der rund 40.000 hauptamtlichen Mitarbeiter der Geheimpolizei Securitate. Die kommunistischen Eliten konnten sich zum Teil auch nach 1989 in Schlüsselpositionen in Politik und Wirtschaft behaupten.
Mehr als 20 Jahre nach der Dezember-Revolution geht die Veranstaltung am 7. Dezember 2011 der Frage nach, wie Rumänien heute mit dem kommunistischen Erbe umgeht. Der Historiker Professor Bogdan Murgescu von der Universität Bukarest berichtet in seinem Vortrag über das umstrittene Erbe der 1989er Revolution. Im Anschluss stellt Cristian Iacob Bogdan die Arbeit des Instituts zur Erforschung der kommunistischen Verbrechen und der Erinnerung an das rumänische Exil (IICMER) vor. Das IICMER ist die staatliche Aufarbeitungsorganisation Rumäniens und entstand 2009 aus der Vereinigung zweier Vorgängerorganisationen.

Filmvorführung: „Die letzten Tage der Ceausescus“

Internationale Aufmerksamkeit erregte das Theater- und Filmprojekt „Die letzten Tage der Ceausescus“ des International Institute of Political Murder (IIPM): Auf Grundlage von authentischen Videodokumenten und Zeugenberichten wurde der Ceausescu-Prozess hierfür als so genanntes „Reenactment“ originalgetreu inszeniert. Der Film bildet den Abschluss der Veranstaltung. Das von der Konrad-Adenauer-Stiftung geförderte Projekt wurde für das Berliner Theatertreffen nominiert und gastierte beim Festival d’Avignon. Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Bundesstiftung Aufarbeitung gemeinsam mit der rumänischen Botschaft, dem rumänischen Kulturinstitut in Berlin und der Konrad-Adenauer-Stiftung.

Datum:7. Dezember 2012
Mitveranstalter: Botschaft von Rumänien in der Bundesrepublik Deutschland, Rumänische Kulturinstitut Berlin, Konrad-Adenauer-Stiftung
Uhrzeit: 18:00 Uhr
Ort: Bundesstiftung Aufarbeitung, Kronenstraße 5, 10117 Berlin
Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

Weitere Informationen erhalten Sie von Tilman Günther, Pressesprecher der Bundesstiftung Aufarbeitung, Telefon: 030 31 98 95 225 oder E-Mail.