Pressemitteilung vom 06.02.2012

Alltag in der Diktatur: Gespräch mit Joachim Gauck und György Dalos

Diskussion zu Reichweite und Grenzen totalitärer Herrschaftsansprüche in kommunistischen Diktaturen

Der ehemalige Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen und DDR-Bürgerrechtler Joachim Gauck und der ungarische Schriftsteller György Dalos sprechen mit Professor Jörg Baberowski über das Thema „Alltag in Diktaturen“. Die Veranstaltung geht am Mittwoch, 8. Februar 2012 der Frage nach, wie weit der totalitäre Anspruch der kommunistischen Regime in den Alltag jedes Einzelnen hineingereicht hat. Welche Freiräume gab es und wie ließen sie sich behaupten? Welche Zwänge bestimmten das Leben der Menschen in den Diktaturen sowjetischen Typs?

Das Podiumsgespräch bildet den Abschluss der gemeinsamen Veranstaltungsreihe „Stalinistischer Terror in der Sowjetunion und in Osteuropa. Neue Forschungen zu Tätern, Opfern, Folgen“ der Bundesstiftung Aufarbeitung und des Lehrstuhls Geschichte Osteuropas der Humboldt-Universität zu Berlin. Renommierte internationale Experten, Bürgerrechtler und Publizisten zeichneten in insgesamt 17 Veranstaltungen ein facettenreiches Bild des Stalinismus. Sie diskutierten die Voraussetzungen des Terrors und unterschiedliche Formen kommunistischer Diktaturen in Osteuropa sowie über die Frage, wie an den stalinistischen Terror erinnert werden kann.

Alle Veranstaltungen der Reihe stehen auf der Homepage der Bundesstiftung Aufarbeitung als Podcast zur Verfügung. Damit sind die Vorträge und Diskussionen für Recherchen zum Thema weiträumig und langfristig nutzbar. Sie können unter www.stiftung-aufarbeitung.de/vortragsreihe-stalinismus angehört und heruntergeladen werden.

Datum: 8. Februar 2012
Mitveranstalter: Lehrstuhl Geschichte Osteuropas der Humboldt-Universität zu Berlin
Uhrzeit: 18:00 Uhr
Ort: Bundesstiftung Aufarbeitung, Kronenstraße 5, 10117 Berlin
Anmeldung: Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen erhalten Sie von
Tilman Günther, Pressesprecher der Bundesstiftung Aufarbeitung, Telefon: 030 31 98 95 225 oder E-Mail.