Pressemitteilung vom 05.03.2012

Uraufführung: „Das Ende der SED“ als tragikomisches Theaterstück

Bundesstiftung Aufarbeitung unterstützte das dokumentarische Stück von „theater 89“

Das „theater 89“ bringt die letzten Tage des Zentralkomitees der SED auf die Bühne. Das Stück „Das Ende der SED“ wurde von der Bundesstiftung Aufarbeitung gefördert und hat am 11. März seine Uraufführung im Europasaal des Auswärtigen Amtes in Berlin.

Im Oktober 1989 wurde Erich Honecker unter dem Druck anhaltender Massenproteste und einer massiven Ausreisewelle vom Zentralkomitee der SED entmachtet. Auch unter seinem Nachfolger Egon Krenz setzte sich der Zerfall der Partei rapide fort. Die Tonmitschnitte der letzten Sitzungen des SED-Zentralkomitees offenbarten die Vorgänge im innersten Machtzirkel der SED. Das dramatische Geschehen liest sich in der zeitlichen Distanz als Gleichnis über Realitätsferne und die Blindheit von Machteliten in totalitären Strukturen. Die Protokolle der Sitzungen des ZK sind in Buchform erschienen und wurden für die Bühne bearbeitet. Neben den Schauspielern tritt der Chor der Singakademie Frankfurt/Oder auf.

Die Premiere des Stücks findet am Originalschauplatz im ehemaligen Sitzungssaal des Zentralkomitees der SED statt, dem heutigen Europasaal des Auswärtigen Amtes. Markus Meckel, Außenminister in der letzten, demokratisch gewählten DDR-Regierung und Vorsitzender des Stiftungsrates der Bundesstiftung Aufarbeitung wird einführend sprechen.
Weitere Vorstellungen des Theaterstücks „Das Ende der SED“ finden statt in der Akademie der Künste, der Urania und in der Zionskirche. Weitere Informationen zum Spielplan unter www.theater89.de

Datum: Sonntag, 11. März 2012
Uhrzeit: 11:00 Uhr
Ort: Europasaal des Auswärtigen Amtes, Werderscher Markt 1, 10117 Berlin-Mitte
Anmeldung: Eine namentliche Anmeldung ist erforderlich per E-Mail oder unter 030-282 46 56. Am Einlass ist ein amtliches Personaldokument vorzuweisen.
Für Rollstuhlfahrer ist ein eigener Eingang vorhanden (bitte unbedingt bei der Anmeldung mitteilen).


Tilman Günther, Pressesprecher der Bundesstiftung Aufarbeitung, Telefon: 030 31 98 95 225 oder E-Mail.