Pressemitteilung vom 29.03.2012

Die Rolle der Kirchen im geteilten Deutschland

Ehemalige Bischöfe und Kirchenhistoriker diskutieren im Rahmen der Reihe „2x Deutschland“

Mit dem Podiumsgespräch „Zwei Staaten, zwei Kirchen? Kirche im geteilten Deutschland“ fragt die Bundesstiftung Aufarbeitung am Dienstag, 3. April gemeinsam mit dem Berliner Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen und der Deutschen Gesellschaft e.V. nach der Rolle der evangelischen Kirchen in den innerdeutschen Beziehungen.

Die Kirchen wollten und konnten wesentlich dazu beitragen, das Zusammengehörigkeitsgefühl der Menschen im geteilten Deutschland zu stärken – wenn auch unter oft schwierigen äußeren Bedingungen und kritischen innerkirchlichen Diskussionen. Übergreifende Organisationsstrukturen, gemeinsame Beratungsgremien, Begegnungen von Partnergemeinden und vielfältige persönliche Kontakte der Christen bildeten eine wichtige gesellschaftliche Klammer, die weit über den innerkirchlichen Bereich von Bedeutung war.

Auf dem Podium sprechen Martin Kruse, Bischof i. R. der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg und ehem. Ratsvorsitzender der EKD; Christoph Demke, Bischof i. R. der Kirchenprovinz Sachsen; der Pfarrer und DDR-Bürgerrechtler Stephan Bickhardt und der Kirchenhistoriker Professor Peter Maser über die Entwicklung und Bedeutung der evangelischen Kirchen während der deutschen Teilung. Das Gespräch wird moderiert von Friederike Sittler (Rundfunk Berlin-Brandenburg).

Das Podiumsgespräch wird vom rbb im Rahmen der Sendereihe Forum am Sonntag, den 8. April 2012 um 11.05 Uhr (Wdhl. 16.05 Uhr) im Programm von Inforadio (93,1 MHz) ausgestrahlt.

Datum: 3. April 2012
Uhrzeit: 18 Uhr
Mitveranstalter: Berliner Landesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen, Deutsche Gesellschaft e.V.
Ort: Bundesstiftung Aufarbeitung, Kronenstraße 5, 10117 Berlin
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist frei.


Die Veranstaltung findet statt im Rahmen der achtteiligen Reihe „2x Deutschland“. Im Gespräch mit Wissenschaftlern, Politikern und Zeitzeugen wird danach gefragt, wie sich die Deutschen mit dem Status quo des geteilten Landes arrangierten, welche Ereignisse zur innerdeutschen Annäherung beitrugen, wie die internationale Politik das Geschehen in Deutschland beeinflusste und welche Folgen bis heute zu spüren sind. Die nächste Veranstaltung der Reihe zum Thema Entspannung und Abrüstung im Kalten Krieg findet am Dienstag, 15. Mai 2012 statt.
Weitere Informationen zu Veranstaltungsreihe „2x Deutschland“ finden Sie hier.