Pressemitteilung vom 07.05.2012

Arbeitszwang in der DDR Thema bei bundesweitem Aufarbeitungskongress

Der 16. Kongress der Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen und für die Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur findet vom 11. bis 13. Mai in Erkner bei Berlin statt. Aufarbeitungsinitiativen und Verfolgtenverbände aus dem gesamten Bundesgebiet tagen zu dem Themenschwerpunkt „Arbeit als Herrschaftsinstrument in der SED-Diktatur“.

Arbeitszwang und Zwangsarbeit wurden in der DDR vielfach als Mittel eingesetzt, um Menschen zu disziplinieren. So waren Strafgefangene in der DDR zur Arbeit gezwungen, ihr Einsatz sicherte oft die Produktion in wichtigen Bereichen. Aber auch Soldaten, Polizisten, Schüler und Studenten halfen bei der Ernte aus oder mussten bei Engpässen in der Industrie oder im Bergbau arbeiten. Häftlinge und Jugendliche in Werkhöfen und Arbeitserziehungslagern wurden unter häufig schweren, gesundheitsschädlichen Bedingungen dort eingesetzt, wo die Staatswirtschaft dringend Arbeitskräfte benötigte. Schon Ende der 1940er-Jahre wurden Außenstellen von Strafvollzugsanstalten in der Nähe wichtiger Großbetriebe angelegt, die unter wechselnden Bezeichnungen teilweise bis zum Ende der DDR bestanden.

Der Kongress bietet neben Vorträgen, Gesprächsrunden und einer thematisch einschlägigen Exkursion Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch über die rechtliche und soziale Unterstützung ehemals Verfolgter des SED-Regimes.

Das vollständige Programm steht zum Download bereit unter:
http://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/veranstaltungen-2012-3367.html?id=1815

Datum: 11. bis 13. Mai 2012
Mitveranstalter: Die Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen und für die Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur
Ort: Bildungszentrum Erkner e. V., Seestraße 39, 15537 Erkner


Die Anmeldung für Besucher ist bereits abgeschlossen, Presseanmeldungen erfolgen über das Büro der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur, Tel.: (0331) 237 292 0, E-Mail oder über die Pressestelle der Bundesstiftung Aufarbeitung.

Weitere Informationen erhalten Sie von
Tilman Günther, Pressesprecher der Bundesstiftung Aufarbeitung, Telefon: 030 31 98 95 225 oder E-Mail.