Pressemitteilung vom 28.09.2016

3. Oktober 2016: Prozess der inneren Einheit bleibt gesellschaftliche Aufgabe

Präsentation der Stiftungsarbeit beim Bürgerfest zum Tag der Deutschen Einheit in Dresden

Zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 2016 verweist die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur darauf, dass der Einigungsprozess eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe für Gegenwart und Zukunft bleibt: „Der 3. Oktober erinnert uns daran, dass in einer pluralistischen, demokratischen Gesellschaft neben dem notwendigen Streit der Zusammenhalt und die Integration aller Menschen in das Gemeinwesen von elementarer Bedeutung sind“, sagte die Geschäftsführerin der Bundesstiftung Aufarbeitung Anna Kaminsky. Dazu müsse nicht zuletzt auf die zunehmend gewalttätig ausgetragenen Konflikte und die wachsende Polarisierung in unserer Gesellschaft mit umfassenden Angeboten der historisch-politischen Bildungsarbeit reagiert werden. Historisches Lernen und demokratische Bildungsprozesse würden deutlich machen, wie in der Demokratie Konflikte friedlich ausgetragen werden. So zeigen die Bildungsangebote der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur einerseits, was in den kommunistischen Diktaturen geschehen ist, sie fordern aber auch dazu auf, sich mit den bis heute andauenden Folgen auseinanderzusetzen und das Bewusstsein für demokratische Werte zu stärken.

Bundesstiftung Aufarbeitung beim Bürgerfest zum Tag der Deutschen Einheit 2016 in Dresden

Beim Bürgerfest zum Tag der Deutschen Einheit 2016 wird die Bundesstiftung Aufarbeitung vom 1. bis 3. Oktober in der Dresdner Innenstadt ihre Angebote präsentieren. So wird die Ausstellung „Der Weg zur deutschen Einheit“ gezeigt werden, die die Bundesstiftung Aufarbeitung gemeinsam mit dem Auswärtigen Amt herausgegeben hat. Allein 2015 wurde die Ausstellung in einer Auflage von 3.000 Plakatsätzen bundesweit gezeigt, zwölf Sprachfassungen waren weltweit zu sehen. Bei dem Wissensspiel „Wo war die innerdeutsche Grenze?“ haben die Besucherinnen und Besucher des Infostandes an der Dresdner Kreuzkirche die Möglichkeit, aus dem Gedächtnis den Verlauf des ehemaligen Grenzstreifens nachzuzeichnen. Wem diese Aufgabe zu leicht erscheint, kann sich daran versuchen, den Verlauf der Mauer in der Berliner Innenstadt auf einem Stadtplan einzutragen. Außerdem bietet die Bundesstiftung Aufarbeitung ein großes Sortiment von Filmen, Büchern und Broschüren zur deutschen Teilung und Einheit an.

Online-Informationsangebote zur deutschen Einheit

Darüber hinaus hat die Stiftung ein breites Onlineangebot entwickelt. Die Website „Aufbruch und Einheit“ informiert unter www.deutsche-einheit-1990.de über die turbulenten Wochen zwischen der ersten freien Wahl in der DDR am 18. März 1990 und dem 3. Oktober 1990. In Interviews berichten damalige Minister und Staatssekretäre aus Ost und West über die Herausforderungen, Barrieren und Erfolge auf dem Weg zur deutschen Einheit. Hinzu kommen zahlreiche Originaldokumente, zeitgenössische Medienberichte und Fotos der Zeit. Auch das Portal www.zeitzeugenbuero.de widmet der deutschen Einheit einen eigenen Schwerpunkt. Zeitzeugen im gesamten Bundesgebiet können zu Gesprächen angefragt werden. Darüber hinaus präsentiert die Seite Bildungsmaterialien und weiterführende Informationen zum Thema.