Pressemitteilung vom 05.10.2016

Konferenz: 1956 - Aufbruch im Osten

Experten diskutieren die Entstalinisierung in Ostmitteleuropa vor 60 Jahren und deren Folgen

Zum 60. Jahrestag des Ungarischen Volksaufstandes diskutieren bei der Konferenz „1956 - Aufbruch im Osten“ am 18. und 19. Oktober Expertinnen und Experten aus Polen, Tschechien, Ungarn und Deutschland in Berlin über das europäische Schicksalsjahr 1956, den Beginn der Entstalinisierung in Ostmitteleuropa und deren Folgen.

In seiner berühmten Geheimrede rechnete der sowjetische Parteichef Nikita Chruschtschow in diesem Jahr mit seinem gefürchteten Vorgänger Stalin und dessen Verbrechen ab. Chruschtschows Politik der Entstalinisierung führte zu einer innen- und außenpolitischen Entspannung, welche die kommunistische Staatenwelt schließlich in ihrer Existenz bedrohen sollte. Während sich Walter Ulbricht in der DDR taktisch klug zum Kritiker Stalins wandelte und seine Macht behaupten konnte, wurden in Polen und Ungarn die altstalinistischen Parteiführer gestürzt und Reformversuche angestoßen.

Die Tagung befasst sich mit dieser dynamischen Entwicklung, bei der die Sowjetunion zunehmend an Kontrolle über ihre Satellitenstaaten verlor: In Polen kam es im Juni 1956 zu Aufstandsbewegungen gegen die kommunistischen Machthaber, während sich am 23. Oktober 1956 in Ungarn breite gesellschaftliche Kräfte in einem Volksaufstand gegen die kommunistische Partei und die sowjetische Besatzungsmacht erhoben. Doch die Aufstände wurden mit massiver Waffengewalt niedergeschlagen, das mit dem 20. Parteitag der KPdSU einsetzende politische „Tauwetter“ im Ostblock fand ein jähes Ende.
Das vollständige Programm der Tagung finden Sie hier zum Download.

Konferenz: 1956 - Aufbruch im Osten. Die Entstalinisierung in Ostmitteleuropa und ihre Folgen
Veranstalter: Deutsche Gesellschaft e. V., Collegium Hungaricum Berlin; Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Datum: 18. – 19. Oktober 2016
Uhrzeit: 18 Uhr
Collegium Hungaricum Berlin | Dorotheenstraße 12 | 10117 Berlin
Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenfrei, um Anmeldung wird bis zum 14.10.2016 gebeten an: Heike Tuchscheerer, E-Mail, Tel. 030 884 12 254.