Pressemitteilungen 2016

20.09.2016

40 Jahre Ausbürgerung von Wolf Biermann und die Proteste in der DDR

Diskussion und Konzert der Kultband „Renft“ im ehemaligen Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen
Die weitreichenden Folgen der Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann aus der DDR vor 40 Jahren sind Anlass einer Veranstaltung am 23. September in der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen. Nach einem Konzert in Köln wurde dem populären DDR-Kritiker Biermann im November 1976 auf Weisung der SED-Führung die Heimkehr verweigert. Die Ausbürgerung löste in beiden deutschen Staaten Entrüstung aus, Künstler und Intellektuelle protestierten gegen die Ausbürgerung. Die DDR-Regierung reagierte darauf mit Repressionen und einer beispiellosen Verhaftungswelle. Mehr...

30.08.2016

Podiumsdiskussion: „Stasi reloaded“ – Leben wir in einem neuen Überwachungsstaat?

Experten diskutieren den Vergleich zwischen DDR-Staatsicherheit und heutigen Datensammlern

Ob private Kommunikation, Bankgeschäfte oder Einkaufsverhalten – vieles, was durch die neuen digitalen Möglichkeiten einfacher und schneller geworden ist, macht zugleich unsere Privatsphäre angreifbar. Neben vielen positiven Entwicklungen hat die massenhafte Sammlung, Speicherung und Übertragung digitaler Daten bisher unbekannte Möglichkeiten zur Überwachung geschaffen. Der unkontrollierte Zugriff von Unternehmen wie Google oder Facebook auf persönliche, hochsensible Nutzerdaten und Spähaktivitäten der staatlichen Geheimdienste lassen Befürchtungen aufkommen. Immer wieder werden Vergleiche zur Staatssicherheit der DDR gezogen. Mehr...

08.08.2016

Bundesstiftung Aufarbeitung erinnert an den Mauerbau vor 55 Jahren

Zum 55. Jahrestag des Baues der Berliner Mauer am 13. August 1961 erinnert die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur an die deutsche Teilung und deren zahlreiche Opfer. Der Vorstandsvorsitzende der Bundesstiftung Aufarbeitung Rainer Eppelmann erklärte: „Mit dem Bau der Mauer wurden die Menschen in der DDR eingesperrt. Erst als viele Menschen 28 Jahre später gemeinsam ihre Angst überwinden konnten, kam das SED-Regime zu Fall. Das Wissen um diese Ereignisse, deren Folgen unser Leben bis heute prägen, muss insbesondere an die junge Generation vermittelt werden.“ Mehr...

28.06.2016

Vergangenheit mit Zukunft? Bilanz und Perspektiven der Diktaturaufarbeitung

Diskussion am 4. Juli mit Experten und Fachpolitikern in Berlin

Was soll die Aufarbeitung der kommunistischen Diktatur in Deutschland zukünftig leisten? Ist die „Aufarbeitungslandschaft“ vital und lebendig oder über die Jahre ermüdet und erstarrt? Hat die historisch-politische Bildungsarbeit angesichts extremistischer Tendenzen als Schule der Demokratie versagt? Führende Vertreter von Opferverbänden, Aufarbeitungseinrichtungen und politischer Bildung, Wissenschaftler sowie Fachpolitiker debattieren am Montag, 4. Juli in der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur über diese Fragen. Mehr...

23.06.2016

Die Macht der Erinnerung – Wie wird der GULAG heute in Russland gesehen?

Filmvorführung und Diskussion zum Umgang mit dem stalinistischen Lagersystem

Wie erinnert man sich heute in Russland an den GULAG und die Millionen Opfer des sowjetischen Straflagersystems? Dieser Frage geht der Dokumentarfilm „Die Macht der Erinnerung – GULAG-Gedenken in Russland“ der Filmemacherin Kerstin Nickig nach, die am 28. Juni in der Bundesstiftung Aufarbeitung gezeigt wird. Schon unter Chruschtschow und dann in den 1990er Jahren wurden viele Opfer der stalinistischen Terrorherrschaft rehabilitiert, eine kritische Auseinandersetzung mit der Vergangenheit in Gang gesetzt. Dieser Prozess wurde jedoch in den vergangenen Jahren teilweise in sein Gegenteil verkehrt: Stalin wird in russischen Geschichtsbüchern als „effektiver Manager“ gelobt, nach aktuellen Umfragen glauben 42 Prozent der Menschen in Russland, dass die Repressionen des Diktators notwendig für den Aufbau des Landes gewesen seien. Mehr...

16.06.2016

Internationaler Workshop: Ost-West-Konflikt im europäischen Kommunismus

Konferenz zum 40. Jahrestag der letzten europäischen Kommunistenkonferenz in Ost-Berlin 1976

Im Juni 1976 kamen die kommunistischen Parteien Europas zum letzten Mal zu einer gemeinsamen Konferenz in Ost-Berlin zusammen. Das sowjetorientierte Lager wollte mit der Konferenz eine Spaltung der kommunistischen Bewegung Europas verhindern, die sich nach der Niederschlagung des „Prager Frühlings“, dem daraufhin entstandenen Eurokommunismus und eigenständiger Wege einiger osteuropäischer KPs andeutete. Mehr...

07.06.2016

„Wir wollten was tun“: Jugendlicher Widerstand vor dem 17. Juni 1953

Bundesstiftung Aufarbeitung erinnert an den Volksaufstand in der DDR und dessen Vorgeschichte

Mit K.O.-Tropfen standen Mitarbeiter der DDR-Staatssicherheit in der Nacht zum 5. Mai 1953 in Werner Borks Wohnung zur gewaltsamen „Herausholung“ bereit. Nur durch Zufall konnte der damals 21-Jährige seiner Verhaftung entgehen, im letzten Moment gelang Bork die Flucht in den Westen. Mehr...

02.06.2016

Die Oktoberrevolution in der deutschen und europäischen Erinnerungskultur

Abschlussveranstaltung der zehnteiligen Reihe „Talking about a Revolution!“

Die Oktoberrevolution hat Deutschland und Europa nachhaltig geprägt: Erstmals übernahm 1917 eine kommunistische Bewegung die Staatsgewalt in einem Land, zahlreiche Staaten folgten. Zum Abschluss der Veranstaltungsreihe „Talking about a Revolution! Die Oktoberrevolution: Geschichte – Instrumentalisierung – Rezeption“ wird am 9. Juni über die Bedeutung der Oktoberrevolution in der heutigen deutschen und europäischen Erinnerungskultur diskutiert werden. Mehr...

31.05.2016

Podiumsdiskussion: Die Suche nach dem Osten - Geschichtsbilder der DDR in den Medien

Dritter Teil der Reihe „Deutschland 2.0 – Die DDR im vereinigten Deutschland“

Welche Bilder der DDR wurden von den Medien nach deren Untergang geprägt? Diese Frage steht im Mittelpunkt der dritten Podiumsdiskussion der Reihe „Deutschland 2.0“ am 7. Juni. Denn das Wissen über die ehemalige DDR gewinnen die Nachgeborenen, aber auch viele im Westen aufgewachsene Bundesbürger vor allem aus den Medien. Mit zahlreichen Filmen, Fernseh- und Radiobeiträgen, Büchern und Berichten wurde in den vergangenen Jahrzehnten ein höchst widersprüchliches Erinnerungsbild geschaffen: Hier ein von Mauer und Staatssicherheit gekennzeichneter Unrechtsstaat, dort ein ostalgisch verklärtes Land, in dem „nicht alles schlecht gewesen ist“. Diese unterschiedlichen Darstellungen werden bis heute in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert. Mehr...

27.04.2016

Ost-Berlin, West-Berlin, Ganz-Berlin: Von der geteilten zur vereinten Stadt

Zweiter Teil der Reihe „Deutschland 2.0 – Die DDR im vereinigten Deutschland“

Die Vergangenheit und Gegenwart Berlins ist Thema der zweiten Veranstaltung der Reihe „Deutschland 2.0 – Die DDR im vereinigten Deutschland“ am 3. Mai. In Berlin waren die deutsche Teilung und der Kalte Krieg so deutlich spürbar wie an kaum einem anderen Ort. Mit dem Mauerbau am 13. August 1961 wurde die Trennung der Millionenmetropole in Ost und West zementiert, beide Teile nahmen unter den Bedingungen der Systemkonkurrenz unterschiedliche Entwicklungswege. Als die Mauer am 9. November 1989 fiel, wurde der Weg zur Vereinigung der geteilten Stadt wie des ganzen Landes frei gemacht. Die Bundeshauptstadt Berlin ist heute wieder das politische und kulturelle Zentrum Deutschlands, eine Metropole mit großer Anziehungspunkt für Menschen aus aller Welt. Mehr...

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