Pressemitteilung vom 30.09.2017

Forsa-Umfrage zum 3. Oktober: Vor allem junge Leute denken gesamtdeutsch

57 Prozent der Deutschen wünschen weitere intensive Auseinandersetzung mit der SED-Diktatur

50 Prozent der Bundesbürger sind der Meinung, dass die Menschen in Ost- und Westdeutschland mittlerweile weitgehend zu einem Volk zusammengewachsen sind; das ergab eine repräsentative Umfrage von Forsa im Auftrag der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Vor allem Jüngere sehen nur noch wenig Trennendes: 65 Prozent der Jugendlichen zwischen 14 und 21 Jahren stimmen dem zu.

Jugendliche sehen Auseinandersetzung mit SED-Diktatur als Chance für die Demokratie

Eine Mehrheit von 57 Prozent der Befragten sprach sich dafür aus, dass die Auseinandersetzung mit der SED-Diktatur weiter gehen soll. Ein gespaltenes Meinungsbild ergibt sich in der Frage, ob die Auseinandersetzung mit der Diktatur in der DDR dazu beitragen kann, aktuelle Gefährdungen der Demokratie zu erkennen: 47 Prozent glauben das, 46 Prozent sehen dagegen keinen Zusammenhang. Vor allem unter den jüngeren Befragten zwischen 14 und 29 Jahren überwiegt mit 57 Prozent die Ansicht, dass aus der Auseinandersetzung mit der SED-Diktatur wichtige Lehren für den Schutz der Demokratie gezogen werden können. „Vor allem jüngere Menschen sehen die Auseinandersetzung mit der kommunistischen Diktatur als Chance, um Gefährdungen unserer Demokratie zu erkennen. Das unterstützt unseren Ansatz, dass das Verständnis für Demokratie durch die Beschäftigung mit Diktaturen geschärft wird. Hier sehen wir wichtige Ansatzpunkte für den Schulunterricht und die historisch-politische Bildungsarbeit“, sagte die Geschäftsführerin der Bundesstiftung Aufarbeitung Anna Kaminsky.

Die vollständige Auswertung der repräsentativen Forsa-Umfrage finden Sie hier. [530 KB]