Pressemitteilung vom 01.11.2017

Wie anders tickt der Osten? Diskussion zur deutschen Einheit(lichkeit)

Abschluss der Reihe „Deutschland 2.0“ zu Lebensverhältnissen und Mentalitäten in Ost und West

Zuletzt zeigte es der Jahresbericht der Bundesregierung zum Stand der Deutschen Einheit: Die Bundesländer auf dem Gebiet der ehemaligen DDR konnten seit 1990 wirtschaftlich stark aufholen, auch die Lebensverhältnisse haben sich weitgehend angeglichen. Dennoch unterscheiden sich Ost- und Westdeutschland weiterhin nicht nur in wirtschaftlicher Hinsicht, sondern auch bei den Mentalitäten und Einstellungen. Die Ergebnisse der letzten Bundestagswahl sind nur eine Beleg für die Unterschiede von Ost und West.

Die Podiumsdiskussion „Deutsche Einheit(lichkeit) – Lebensverhältnisse und Mentalitäten in Ost und West“ thematisiert am 7. November die Gemeinsamkeiten und Unterschiede im vereinten Deutschland. Es wird auch darüber gesprochen werden, ob eine vollständige Angleichung überhaupt möglich und wünschenswert ist. Darüber diskutieren Spiegel-Redakteur Markus Feldenkirchen, der Soziologe Professor Raj Kollmorgen von der Hochschule Zittau/Görlitz, die Bürgermeisterin von Märkisch Buchholz Bianca Luban und der Schriftsteller und Publizist Marko Martin in der von der Journalistin Jacqueline Boysen moderierten Runde.

Wo zeigt sich heute in unserer Gesellschaft noch die innerdeutsche Grenze? Müssen in Ost- und Westdeutschland wirklich in jeder Hinsicht gleiche Lebensverhältnisse und identische Einstellungen herrschen? Kann eine solche Homogenität erreicht werden und ist sie überhaupt wünschenswert? Sind wirtschaftliche und alltagskulturelle Unterschiede, die sich beispielsweise auch im Nord-Süd-Vergleich, nicht eigentlich normal für das vereinte, föderale und vielfältige Deutschland? Dieser und weiteren globalen sowie aktuellen Fragen nähern sich die Gäste der letzten Veranstaltung der Reihe „Deutschland 2.0 – Die DDR im vereinigten Deutschland“.

Mehr als 25 Jahre nach dem Ende der kommunistischen Diktatur und der deutschen Einheit fragt die Reihe „Deutschland 2.0“ danach, wie die DDR in unserer Gegenwart nachwirkt. Die Reihe wird gemeinsam ausgerichtet vom Berliner Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen, der Deutschen Gesellschaft e.V. und der Bundesstiftung Aufarbeitung.
Weitere Informationen finden Sie hier.

Podiumsdiskussion: Deutsche Einheit(lichkeit) – Lebensverhältnisse und Mentalitäten in Ost und West
Veranstalter: Berliner Landesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen, Deutsche Gesellschaft e. V., Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Datum: Dienstag, 7. November 2017
Uhrzeit: 18 Uhr
Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur | Kronenstraße 5 | 10117 Berlin-Mitte
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist frei.