Pressemitteilung vom 23.11.2017

Preview: Sabine Michels „Montags in Dresden“ erstmals in Berlin zu sehen

Die Dokumentation „Montags in Dresden“ ist in einer öffentlichen Preview am 30. November erstmals in Berlin zu sehen. Ein Jahr lang hat die Filmemacherin Sabine Michel drei Pegida-Aktivisten in Dresden begleitet. Das Ziel der Grimme-Preisträgerin war kein Film über die Bewegung der „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“, die sich bei ihren montäglichen Demonstrationen den Ruf „Wir sind das Volk“ der Friedlichen Revolution angeeignet haben. Michel erforscht vielmehr die persönlichen Hintergründe, die zu dem patriotisch-nationalistischen Aufbegehren führen.

Der gebürtigen Dresdnerin ist es mit dokumentarischer Neugier gelungen, erstmals Einblicke in die Lebens- und Gedankenwelt der Protestierenden zu erhalten, die sich sonst hermetisch gegen Medienvertreter abschirmen. Dabei geht es Sabine Michel nach eigenen Aussagen nicht darum, sich mit den Protestierenden gemein zu machen, sondern um das Verstehen und den Dialog.

Diesen Ansatz will die Bundesstiftung Aufarbeitung mit einem anschließenden Filmgespräch aufnehmen. Unter Moderation der Journalistin Ebru Tasdemir sprechen die Regisseurin und Autorin Sabine Michel, der Geschäftsführer der Stiftung Frauenkirche Dresden Frank Richter und der ehemalige Landesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen Sachsen Michael Beleites über das Phänomen Pegida.

Preview: „Montags in Dresden“ von Sabine Michel
Datum: Donnerstag, 30. November 2017
Uhrzeit: 18 Uhr
Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur | Kronenstraße 5 | 10117 Berlin-Mitte
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist frei.