Pressemitteilung vom 30.11.2017

100 Jahre Oktoberrevolution: Vortrag des Historikers Nicolas Werth in Berlin

Co-Autor des „Schwarzbuch des Kommunismus“ spricht über zeithistorische Kontroversen

Zum Abschluss des Themenjahres „Der Kommunismus. Utopie und Wirklichkeit“ der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur spricht der französische Historiker Nicolas Werth am 7. Dezember über die geschichtspolitischen Debatten und Kontroversen, die die Geschichte des Kommunismus seit der Oktoberrevolution bis heute begleiten.

Wie hat sich die Bewertung der Revolution seit 1917 gewandelt? Wie wirkt die Gewaltgeschichte der Revolution und der kommunistischen Diktaturen mit ihren Millionen Opfern bis heute nach? Diese und weitere Fragen werden in dem Vortrag sowie dem anschließenden Gespräch mit dem Historiker Etienne François diskutiert. Der französische Vortrag wird simultan ins Deutsche übersetzt.

Nicolas Werth ist Forschungsdirektor am Centre national de la recherche scientifique (CNRS) in Paris und ein Spezialist für die Geschichte der UdSSR, seine Arbeitsschwerpunkte liegen in der Erforschung des Stalinismus und der Repressionspolitik in der Sowjetunion. Er ist Autor zahlreicher einschlägiger Publikationen sowie Co-Autor des Schwarzbuch des Kommunismus (1997). Zuletzt erschienen u. a. Les révolutions russes (PUF, 2017), Le Goulag. Témoignages et archives, R.Laffont, 2017. Sein erstes Werk „Etre communiste en URSS sous Staline“ (1981) ist gerade in einer überarbeiteten Fassung bei Gallimard erschienen.

Vortrag und Gespräch mit Nicolas Werth und Etienne François:
Historiographische Debatten und Kontroversen zur Oktoberrevolution
Datum: Donnerstag, 7. Dezember 2017
Uhrzeit: 18 Uhr
Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur | Kronenstraße 5 | 10117 Berlin-Mitte
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist frei.