Pressemitteilung vom 22.03.2018

Veranstaltungsreihe „Das doppelte 1968“: 50 Jahre Revolte in West und Ost

Das Jahr 1968 steht heute für eine deutliche Zäsur der deutschen und internationalen Nachkriegsgeschichte und als Chiffre für ein Jahrzehnt des Aufbegehrens, der Emanzipation und des gesellschaftlichen Wandels. Während im Westen die Studentenbewegung die Verhältnisse und Autoritäten in Frage stellte, geriet im Osten Europas der Staatskommunismus sowjetischer Prägung durch den „Prager Frühling“ und dessen Niederschlagung in eine tiefe Krise.

50 Jahre danach betrachtet die siebenteilige Veranstaltungsreihe „Das doppelte 1968“ in vergleichender Perspektive den vielschichtigen gesellschaftlichen Wandel der späten 1960er-Jahre in West und Ost. Dabei werden die Gemeinsamkeiten und Unterschiede des Aufbegehrens in Politik, Gesellschaft, Alltag und Kultur auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs im Vergleich betrachtet. Die Jugendkulturen der 1960er-Jahre werden genauso diskutiert wie der Umgang mit der NS-Vergangenheit in Ost und West, der Einfluss der DDR-Staatssicherheit auf die Studentenbewegung in Westdeutschland oder die internationale Verzahnung der Revolten von Prag bis Paris.

Bei der ersten Veranstaltung der Reihe sprechen die Gäste am 10. April über den „Mythos 1968“ in Ost und West. Es diskutieren der ehemalige Bundesinnenminister Gerhart Baum, der Historiker Professor Rainer Eckert, die ehemalige sächsische Landtagsabgeordnete Antje Hermenau sowie der Autor und Politologe Albrecht von Lucke.

Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe finden Sie hier.

»Das doppelte 1968: Hoffnung – Aufbruch – Protest«
Veranstalter: Deutsche Gesellschaft e.V., Berliner Beauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
10. April bis 4. Dezember 2018
Bundesstiftung Aufarbeitung, Kronenstraße 5, 10117 Berlin
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist frei.