Pressemitteilung vom 25.10.2018

Meilenstein der Aufarbeitung: Vor 20 Jahren übergab die zweite Enquete-Kommission an die neue Bundestiftung

Themenportal www.enquete-online.de wird am 2. November erstmals vorgestellt
Vor 20 Jahren beendete die zweite Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages zur Aufarbeitung der kommunistischen Diktatur in der SBZ und DDR ihre Arbeit. Ein zentrales Ergebnis ihrer Arbeit war die Errichtung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, die am 2. November 1998 in Berlin ihre Arbeit aufnahm.

Anlässlich dieses Doppeljubiläums lädt die Bundesstiftung Aufarbeitung am 2. November 2018 um 11 Uhr zu einer Festveranstaltung ein. Nach einem Grußwort von Bundestagspräsident Dr. Wolfgang Schäuble sprechen Rainer Eppelmann, Hartmut Koschyk, Markus Meckel und Gerd Poppe sowie weitere Protagonisten von damals und heute über Stand und Perspektiven der Erinnerungskultur in Deutschland und Osteuropa.

Neues Themenportal www.enquete-online.de

Im Rahmen der Festveranstaltung wird das Themenportal „Enquete-Online“ erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Es präsentiert die 29.000 Druckseiten umfassenden Ergebnisse der beiden Kommissionen sowie zahlreiche Hintergrundinformationen, Zeitdokumente, Fotos sowie Audio- und Videomaterialien.

www.enquete-online.de – Rückblick und Perspektiven der Aufarbeitung in Deutschland und Osteuropa
Freitag, 2. November 2018 | 11 Uhr
Bundesstiftung Aufarbeitung | Veranstaltungssaal | Kronenstraße 5 | 10117 Berlin

Die Teilnahme ist nur nach Anmeldung möglich. Ihre verbindliche Anmeldung erbitten wir bis zum 30. Oktober 2018 per Fax unter: 030 / 31 98 95 – 224 oder per E-Mail unter Angabe des Veranstaltungsdatums.


In sechs Jahren trugen die beiden Enquete-Kommissionen des Deutschen Bundestags zur Auseinandersetzung mit der kommunistischen Diktatur einen bis heute grundlegenden Wissensstand über SBZ und DDR zusammen: In 69 Sitzungen und 68 öffentlichen Anhörungen wurden über 600 Zeitzeugen gehört sowie mehr als 300 Gutachten und Expertisen veröffentlicht, die heute in 32 Bänden vorliegen. Mit der parlamentarischen Auseinandersetzung übernahm der Deutsche Bundestag die Verantwortung für die Aufarbeitung der Geschichte und machte zugleich die gesamtdeutsche und gesamtstaatliche Bedeutung deutlich.