Pressemitteilung vom 15.11.2018

Schottet sich China wieder ab? Podiumsgespräch zu 40 Jahren Reform- und Öffnungspolitik am 22.11.

Chinas Weg zur Weltmacht begann 1978 mit der Reform- und Öffnungspolitik der Kommunistischen Partei. Im Zuge der Modernisierung öffnete sich das Land auch gegenüber kulturellen und politischen Einflüssen aus dem Westen. 40 Jahre später scheint Staatspräsident Xi Jinping einen anderen Weg zu verfolgen: Chinas Nationalismus wird aggressiver, die Wirtschaft protektionistischer. In atemberaubendem Tempo wird der Überwachungsstaat ausgebaut, intellektuelle Freiräume gehen zunehmend verloren.

Schottet sich China wieder ab? Droht gar eine Rückkehr zur Politik der Mao-Ära? Wie gestaltet sich heute der Umgang mit der Geschichte im „Reich der Mitte“? Diese und andere Fragen diskutieren die Sinologinnen Professorin Mechthild Leutner (Freie Universität Berlin), Kristin Shi-Kupfer (Mercator Institut for China Studies, Berlin), Professorin Susanne Weigelin-Schwiedrzik (Universität Wien) und die Ökonomin Isabella Maria Weber (Goldsmith, University of London). Moderiert wird die Veranstaltung von Professor Felix Wemheuer (Universität zu Köln).

Das öffentliche Podiumsgespräch findet im Rahmen der Autorentagung für das Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung 2020 statt. Unter dem Titel „‘Itʼs the economy, stupid!‘ Oder: Von China lernen, heißt siegen lernen?“ werden wissenschaftliche Fachleute der Frage nachgehen, wie die kommunistischen Staaten ab den 1970er-Jahren auf ökonomische und gesellschaftliche Herausforderungen reagiert haben. Welche Faktoren führten dazu, dass Chinas wirtschaftliche Reformpolitik erfolgreich war, während es in der Sowjetunion und den anderen Ostblockstaaten zum ökonomischen und politischen Kollaps kam? Das Jahrbuch wird im Frühjahr 2020 erscheinen.

Podiumsgespräch: Schottet sich China wieder ab? Eine Bestandsaufnahme 40 Jahre nach Beginn der „Reform- und Öffnungspolitik“
Veranstalter: Professur für Moderne China-Studien an der Universität zu Köln, Berliner Kolleg Kalter Krieg, Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung, Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
22. November 2018 | 18 Uhr
Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur | Kronenstraße 5 | 10117 Berlin
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist frei.