Pressemitteilungen 2018

15.06.2018

Verleihung des Karl-Wilhelm-Fricke-Preises 2018

Berliner Beratungsstelle Gegenwind und die russische Initiative „Letzte Adresse“ ausgezeichnet

Der Karl-Wilhelm-Fricke-Preis 2018 wurde am 15. Juni in der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur verliehen. Mit dem Hauptpreis wurde die Berliner Beratungsstelle Gegenwind ausgezeichnet, die sich als bundesweit einzige Einrichtung auf die Arbeit mit politisch Traumatisierten der SED-Diktatur spezialisiert hat. Der Leiter der Einrichtung Stefan Trobisch-Lütge machte deutlich, dass Traumata bei den Betroffenen oft erst nach vielen Jahren aufbrechen. Deswegen sei es wichtig, die Menschen nicht allein zu lassen, erklärte der Psychologe. Für die Betroffenen von politischer Verfolgung und Haft bietet die 1998 gemeinsam von dem Schriftsteller und DDR-Oppositionellen Jürgen Fuchs und dem Therapeuten Stefan Trobisch-Lütge gegründete Einrichtung wichtige Unterstützung bei der Verarbeitung ihrer traumatischen Erfahrungen. Mehr...

14.06.2018

Rainer Bonar: Übergabe des Lebenswerks des Künstlers an das Stiftungsarchiv

Podiumsdiskussion zu Rolle und Wirkung der unangepassten Kunst in der DDR am 19. Juni

Am 19. Juni 2018 wird der umfangreiche Nachlass des Malers, Grafikers und Fotografen Rainer Bonar (1956–1996) durch dessen Erben an das Archiv der Bundesstiftung Aufarbeitung übergeben. Im Podiumsgespräch werden Bonars Wirken als unangepasster Künstler sowie das Spannungsverhältnis zwischen oppositioneller und staatlicher Kunst in der DDR thematisiert. Es diskutieren der Kulturhistoriker Bernd Lindner, der Journalist Hannes Schwenger, die Kunsthistorikerin Susanne Altmann und die Künstlerin Sabine Herrmann. Das Gespräch wird moderiert von Shelly Kupferberg (RBB Kulturradio). Mehr...

11.06.2018

Vor 20 Jahren: Gesetz zur Errichtung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur trat am 13. Juni 1998 in Kraft

Am 13. Juni 1998 trat das Gesetz zur Errichtung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur in Kraft. Mit breiter, fraktionsübergreifender Mehrheit hatte der 13. Deutsche Bundestag zuvor dem Gesetz zugestimmt. Damit folgte das Parlament der Empfehlung der beiden Enquete-Kommissionen, die von 1992 bis 1998 intensiv an der Aufarbeitung von Geschichte und Folgen der SED-Diktatur in Deutschland gearbeitet hatten. Mehr...

05.06.2018

Wie über politische Verfolgung in der Familie sprechen? 22. Bundeskongress der DDR-Aufarbeitung 2018 in Potsdam

Die Kommunikation über politische Verfolgung in den Familien von Betroffenen ist Thema des 22. Bundeskongresses der Landesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR, zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Folgen der kommunistischen Diktatur gemeinsam mit der Bundesstiftung Aufarbeitung vom 8. bis 10. Juni 2018 in Potsdam. Mehr...

30.05.2018

Gelenkter Protest? Der Einfluss von SED und Stasi auf die Studentenbewegung

Dritter Teil der Reihe »Das doppelte 1968. Hoffnung – Aufbruch – Protest« am 5. Juni

Als der West-Berliner Polizist Karl-Heinz Kurras am 2. Juni 1967 den Studenten Benno Ohnesorg erschoss, eskalierten die Proteste der westdeutschen Studentenbewegung. Viele Jahre später erst wurde bekannt, dass Kurras zuvor von der DDR-Staatssicherheit angeworben worden war. Der Fall zeigt beispielhaft, wie intensiv das SED-Regime auf die 68er-Bewegung und die von ihr angestoßene gesellschaftliche Entwicklung in der Bundesrepublik einzuwirken versuchte. Mehr...

23.05.2018

Stalins langer Schatten: Vorträge zur Aufarbeitung der Geschichte Georgiens

Aus der ehemaligen Sowjetrepublik Georgien stammte der Diktator Josef Stalin, dessen Terrorregime in den 1930er-Jahren auch sein Heimatland nicht verschonte. Bis in die Gegenwart prägt Stalins Schatten die Kaukasusrepublik. Zwei Vorträge beleuchten am 30. Mai und 6. Juni den Vergangenheitsdiskurs im diesjährigen Gastland der Frankfurter Buchmesse. Mehr...

26.04.2018

Renaissance des Kommunismus? Diskussion zur Ideengeschichte der 68er

Zweiter Teil der Reihe »Das doppelte 1968. Hoffnung – Aufbruch – Protest« am 5. Mai

Berlin, 26.04.2018. Rosa Luxemburg, Che Guevara, Leo Trotzki oder Mao Tse-tung waren Leitbilder der Studentenbewegung der späten 1960er-Jahre, mit der eine Renaissance marxistischer Ideen einherging. Während die Protestbewegung im Westen unter den Bedingungen der freiheitlichen Demokratie nach Wegen zur Verwirklichung eines kommunistischen Ideals suchte, verweigerten sich die poststalinistischen Diktaturen im Osten mit aller Macht den westlich-marxistischen Ideen und der Möglichkeit eines »Dritten Weges«, ja selbst einem »Sozialismus mit menschlichem Antlitz«, wie er 1968 in Prag versucht wurde. Mehr...

19.04.2018

Premiere der Dokumentation „Moskau. Lubjanka. Ein Platz mit Geschichte“

Film von Kerstin Nickig am 24. April in der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Lubjanka – wenige Orte rufen so starke Assoziationen hervor, wie dieser im Zentrum Moskaus gelegene Platz. Als Sitz des sowjetischen Geheimdienstes NKWD, später des KGB erinnert der Platz an massenhafte willkürliche Verhaftungen, an Folter und Erschießungen. Die Filmemacherin Kerstin Nickig sprach für ihren neuen Dokumentarfilm „Moskau. Lubjanka. Ein Platz mit Geschichte“ mit verschiedenen Menschen, deren persönliche Geschichte und Gegenwart mit einer Adresse am Lubjanka-Platz verbunden sind. Der Film thematisiert nicht nur die Vergangenheit, sondern zeigt auch, wie gespalten die heutige russische Gesellschaft in ihrer Bewertung der Geschichte ist. Mehr...

05.04.2018

Prager Frühling und Studentenbewegung: Mythen über 1968 in Ost und West

Auftakt der Veranstaltungsreihe »Das doppelte 1968. Hoffnung – Aufbruch – Protest« am 10. April

»1968« ist nach 50 Jahren zu einem Mythos geworden. Welche Projektionen mit diesem besonderen Jahr verbunden sind und wie sie bis heute wirken, ist Thema der ersten Veranstaltung der Reihe »Das doppelte 1968. Hoffnung – Aufbruch – Protest« am 10. April. Dabei werden die Mythen im Mittelpunkt stehen, die sich aus der Studentenbewegung im Westen und dem Prager Frühling im Osten speisen, sowie die Gemeinsamkeiten, Unterschieden und Folgen der historischen Entwicklungen auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs. Es diskutieren der ehemalige Bundesinnenminister Gerhart Baum, der Historiker Professor Rainer Eckert, die ehemalige sächsische Landtagsabgeordnete Antje Hermenau sowie der Autor und Politologe Albrecht von Lucke. Moderiert wird das Gespräch von der Journalistin Gemma Pörzgen. Mehr...

22.03.2018

Veranstaltungsreihe „Das doppelte 1968“: 50 Jahre Revolte in West und Ost

Das Jahr 1968 steht heute für eine deutliche Zäsur der deutschen und internationalen Nachkriegsgeschichte und als Chiffre für ein Jahrzehnt des Aufbegehrens, der Emanzipation und des gesellschaftlichen Wandels. Während im Westen die Studentenbewegung die Verhältnisse und Autoritäten in Frage stellte, geriet im Osten Europas der Staatskommunismus sowjetischer Prägung durch den „Prager Frühling“ und dessen Niederschlagung in eine tiefe Krise. Mehr...

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