Pressemitteilungen 2018

26.04.2018

Renaissance des Kommunismus? Diskussion zur Ideengeschichte der 68er

Zweiter Teil der Reihe »Das doppelte 1968. Hoffnung – Aufbruch – Protest« am 5. Mai

Berlin, 26.04.2018. Rosa Luxemburg, Che Guevara, Leo Trotzki oder Mao Tse-tung waren Leitbilder der Studentenbewegung der späten 1960er-Jahre, mit der eine Renaissance marxistischer Ideen einherging. Während die Protestbewegung im Westen unter den Bedingungen der freiheitlichen Demokratie nach Wegen zur Verwirklichung eines kommunistischen Ideals suchte, verweigerten sich die poststalinistischen Diktaturen im Osten mit aller Macht den westlich-marxistischen Ideen und der Möglichkeit eines »Dritten Weges«, ja selbst einem »Sozialismus mit menschlichem Antlitz«, wie er 1968 in Prag versucht wurde. Mehr...

19.04.2018

Premiere der Dokumentation „Moskau. Lubjanka. Ein Platz mit Geschichte“

Film von Kerstin Nickig am 24. April in der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Lubjanka – wenige Orte rufen so starke Assoziationen hervor, wie dieser im Zentrum Moskaus gelegene Platz. Als Sitz des sowjetischen Geheimdienstes NKWD, später des KGB erinnert der Platz an massenhafte willkürliche Verhaftungen, an Folter und Erschießungen. Die Filmemacherin Kerstin Nickig sprach für ihren neuen Dokumentarfilm „Moskau. Lubjanka. Ein Platz mit Geschichte“ mit verschiedenen Menschen, deren persönliche Geschichte und Gegenwart mit einer Adresse am Lubjanka-Platz verbunden sind. Der Film thematisiert nicht nur die Vergangenheit, sondern zeigt auch, wie gespalten die heutige russische Gesellschaft in ihrer Bewertung der Geschichte ist. Mehr...

05.04.2018

Prager Frühling und Studentenbewegung: Mythen über 1968 in Ost und West

Auftakt der Veranstaltungsreihe »Das doppelte 1968. Hoffnung – Aufbruch – Protest« am 10. April

»1968« ist nach 50 Jahren zu einem Mythos geworden. Welche Projektionen mit diesem besonderen Jahr verbunden sind und wie sie bis heute wirken, ist Thema der ersten Veranstaltung der Reihe »Das doppelte 1968. Hoffnung – Aufbruch – Protest« am 10. April. Dabei werden die Mythen im Mittelpunkt stehen, die sich aus der Studentenbewegung im Westen und dem Prager Frühling im Osten speisen, sowie die Gemeinsamkeiten, Unterschieden und Folgen der historischen Entwicklungen auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs. Es diskutieren der ehemalige Bundesinnenminister Gerhart Baum, der Historiker Professor Rainer Eckert, die ehemalige sächsische Landtagsabgeordnete Antje Hermenau sowie der Autor und Politologe Albrecht von Lucke. Moderiert wird das Gespräch von der Journalistin Gemma Pörzgen. Mehr...

22.03.2018

Veranstaltungsreihe „Das doppelte 1968“: 50 Jahre Revolte in West und Ost

Das Jahr 1968 steht heute für eine deutliche Zäsur der deutschen und internationalen Nachkriegsgeschichte und als Chiffre für ein Jahrzehnt des Aufbegehrens, der Emanzipation und des gesellschaftlichen Wandels. Während im Westen die Studentenbewegung die Verhältnisse und Autoritäten in Frage stellte, geriet im Osten Europas der Staatskommunismus sowjetischer Prägung durch den „Prager Frühling“ und dessen Niederschlagung in eine tiefe Krise. Mehr...

08.03.2018

Präsentation zur Leipziger Buchmesse: Die Staatsmacht, die sich selbst abschaffte. Die letzte DDR-Regierung im Gespräch

Deutsche in Ost und West standen 1990 vor einer historischen Aufgabe: der Wiedervereinigung eines seit mehr als vierzig Jahren geteilten Landes. Die Mitglieder der einzigen frei gewählten DDR-Regierung mussten dabei in wenigen Wochen gewaltige Veränderungen in allen Politikbereichen auf den Weg bringen. 25 Jahre später sprechen 17 ehemalige Regierungsmitglieder in Interviews für den Band „Die Staatsmacht, die sich selbst abschaffte“ über diese bewegte Zeit. Das von Olaf Jacobs und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur herausgegebene Buch wird am 16. März im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig erstmals öffentlich präsentiert. Mehr...

01.03.2018

65. Todestag von Josef Stalin: Aktuelle Projekte zu (Neo-)Stalinismus und GULag

Als Josef Stalin am 5. März 1953 in Moskau starb, endete mit seiner Regierungszeit die blutigste Phase der kommunistischen Diktatur in der Sowjetunion. Millionen Menschen waren verhaftet, ins GULag verschleppt oder ermordet worden. 65 Jahre nach dem Tod des Diktators wird Stalins Erbe in Russland wieder kontrovers diskutiert: War er vor allem ein großer Staatsmann, ein effektiver Manager oder doch nur ein grausamer Diktator und Massenmörder? Mehr...

26.02.2018

Podiumsdiskussion am 28.02.: Demokratiebewegung und Erinnerung in Armenien

Der Umgang mit Verfolgung, Repression und Völkermord in der Geschichte Armeniens im 20. Jahrhundert sowohl während der Sowjetzeit als auch nach der Erlangungen der Unabhängigkeit 1991 ist Thema einer gemeinsamen Veranstaltung der Botschaft der Republik Armenien und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur am Mittwoch, 28. Februar. Mehr...

22.02.2018

„1968“ in west-östlicher Perspektive: Konferenz am 7./8. März in Berlin

Vor 50 Jahren gerieten die Verhältnisse in Ost- und Westeuropa ins Wanken: Im Jahr 1968 erlebte der Westen eine vornehmlich von der jungen Generation getragene Bewegung, die Bestehendes infrage stellte und mit Forderungen nach gesellschaftspolitischen Umbrüchen Massenproteste gegen die politische Klasse initiierte. Im Osten ist das Jahr 1968 mit der gewaltsamen Niederschlagung des „Prager Frühlings“ durch sowjetische Truppen verbunden. Das Ende des „Sozialismus mit menschlichem Antlitz“ in der Tschechoslowakei beendete zugleich die Hoffnungen der Menschen im gesamten Ostblock auf eine Reformierbarkeit der kommunistischen Diktaturen. Die Gleichzeitigkeit dieser unterschiedlichen Bewegungen prägte die folgenden Jahrzehnte in beiden Hemisphären Europas. Mehr...

20.02.2018

Die Stalinisierung der kommunistischen Parteien in den 1920er-Jahren: Das Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung 2018 erscheint am 5. März

Schwerpunkt des Jahrbuchs für Historische Kommunismusforschung 2018 ist die Stalinisierung der kommunistischen Bewegung, die anhand biografischer Studien nachgezeichnet wird. Damit erinnert der Band nicht zuletzt an Leben und Werk seines Begründers Professor Hermann Weber, der am 23. August 2018 seinen 90. Geburtstag gefeiert hätte. Das Jahrbuch erscheint am 5. März. Mehr...

08.02.2018

Koalitionsvertrag: Bundesstiftung Aufarbeitung begrüßt Stärkung der dezentralen Aufarbeitung und Aufhebung der Reha-Fristen

Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur begrüßt die im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD beschlossene Stärkung der dezentralen Erinnerungskultur zur NS-Terrorherrschaft und der kommunistischen Diktatur. Darüber hinaus sieht der Koalitionsvertrag vor, die Fristen bei den Rehabilitierungsgesetzen zu streichen, nach denen die Rehabilitierung von SED-Unrecht nur noch bis Ende 2019 möglich gewesen wäre. Mehr...

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