Pressemitteilungen 2018

15.08.2018

50 Jahre Niederschlagung des Prager Frühlings am 21. August 1968

Vor 50 Jahren wurde der Prager Frühling mit Waffengewalt niedergeschlagen. Mit dem Einmarsch der Truppen des Warschauer Pakts in die ČSSR am 21. August 1968 endete der Versuch, einen „Sozialismus mit menschlichem Antlitz“ zu schaffen. „Nach dem Volksaufstand in der DDR vom 17. Juni 1953 und den Aufständen in Ungarn und Polen 1956 bewiesen die Regierenden im kommunistischen Machtbereich erneut, dass ihre Herrschaft auf der brutalen Unterdrückung großer Teile der Bevölkerung beruhte und nur mit Gewalt und Repression aufrecht erhalten werden konnte“, erklärte die Geschäftsführerin der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur Anna Kaminsky. Mehr...

14.08.2018

Buchvorstellung: Museen und Gedenkstätten zur Erinnerung an die Opfer der kommunistischen Diktaturen

Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur stellt am 21. August den neu erschienenen Band „Museen und Gedenkstätten zur Erinnerung an die Opfer der kommunistischen Diktaturen“ vor. Präsentiert wird erstmals eine Auswahl von 119 Erinnerungsorte in weltweit 35 Ländern, die an die kommunistischen Diktaturen und deren Opfer, an Opposition und Widerstand sowie an die Überwindung der Unrechtsregime erinnern. Mehr...

10.08.2018

Neue Mitglieder im Stiftungsrat der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur begrüßt neue Mitglieder in ihrem Stiftungsrat. Die Nachbesetzungen waren durch das Ausscheiden vormaliger Mitglieder erforderlich geworden. Mehr...

02.08.2018

Tag des Mauerbaus: Checkpoint Charlie muss Erinnerungsort bleiben

Podiumsdiskussion zur internationalen Grenzsicherung der Ostblockstaaten am 9. August

Zum Jahrestag des Mauerbaus am 13. August 1961 erinnert die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur an die zahlreichen Opfer der deutschen Teilung. „Viele Hundert Menschen mussten ihre Fluchtversuche mit ihrem Leben, ihrer Gesundheit oder Freiheit zahlen, weil die Machthaber in der DDR die Menschen nur mit Gewalt im Land halten konnten“, erklärte die Geschäftsführerin der Bundesstiftung Aufarbeitung Anna Kaminsky. Mehr...

25.06.2018

Traumjob Treuhand? Diskussion mit ehemaligen Akteuren am 5. Juli

Historiker Marcus Böick legt erste Studie zu Aufgaben und Personal der Treuhandanstalt vor

Vor 25 Jahren streikten die Kali-Kumpel in Bischofferode für den Erhalt ihres Bergwerks. Ihr letztlich aussichtsloser Kampf gilt nach wie vor als Symbol für die Härten beim radikalen Umbau der DDR-Planwirtschaft in eine liberale Marktwirtschaft. Federführend bei dieser historisch beispiellosen Aufgabe war die Treuhandanstalt, deren Arbeit zwischen 1990 und 1994 mit erheblichen gesellschaftlichen Spannungen und politischen Konflikten einherging. Mehr...

15.06.2018

Verleihung des Karl-Wilhelm-Fricke-Preises 2018

Berliner Beratungsstelle Gegenwind und die russische Initiative „Letzte Adresse“ ausgezeichnet

Der Karl-Wilhelm-Fricke-Preis 2018 wurde am 15. Juni in der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur verliehen. Mit dem Hauptpreis wurde die Berliner Beratungsstelle Gegenwind ausgezeichnet, die sich als bundesweit einzige Einrichtung auf die Arbeit mit politisch Traumatisierten der SED-Diktatur spezialisiert hat. Der Leiter der Einrichtung Stefan Trobisch-Lütge machte deutlich, dass Traumata bei den Betroffenen oft erst nach vielen Jahren aufbrechen. Deswegen sei es wichtig, die Menschen nicht allein zu lassen, erklärte der Psychologe. Für die Betroffenen von politischer Verfolgung und Haft bietet die 1998 gemeinsam von dem Schriftsteller und DDR-Oppositionellen Jürgen Fuchs und dem Therapeuten Stefan Trobisch-Lütge gegründete Einrichtung wichtige Unterstützung bei der Verarbeitung ihrer traumatischen Erfahrungen. Mehr...

14.06.2018

Rainer Bonar: Übergabe des Lebenswerks des Künstlers an das Stiftungsarchiv

Podiumsdiskussion zu Rolle und Wirkung der unangepassten Kunst in der DDR am 19. Juni

Am 19. Juni 2018 wird der umfangreiche Nachlass des Malers, Grafikers und Fotografen Rainer Bonar (1956–1996) durch dessen Erben an das Archiv der Bundesstiftung Aufarbeitung übergeben. Im Podiumsgespräch werden Bonars Wirken als unangepasster Künstler sowie das Spannungsverhältnis zwischen oppositioneller und staatlicher Kunst in der DDR thematisiert. Es diskutieren der Kulturhistoriker Bernd Lindner, der Journalist Hannes Schwenger, die Kunsthistorikerin Susanne Altmann und die Künstlerin Sabine Herrmann. Das Gespräch wird moderiert von Shelly Kupferberg (RBB Kulturradio). Mehr...

11.06.2018

Vor 20 Jahren: Gesetz zur Errichtung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur trat am 13. Juni 1998 in Kraft

Am 13. Juni 1998 trat das Gesetz zur Errichtung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur in Kraft. Mit breiter, fraktionsübergreifender Mehrheit hatte der 13. Deutsche Bundestag zuvor dem Gesetz zugestimmt. Damit folgte das Parlament der Empfehlung der beiden Enquete-Kommissionen, die von 1992 bis 1998 intensiv an der Aufarbeitung von Geschichte und Folgen der SED-Diktatur in Deutschland gearbeitet hatten. Mehr...

05.06.2018

Wie über politische Verfolgung in der Familie sprechen? 22. Bundeskongress der DDR-Aufarbeitung 2018 in Potsdam

Die Kommunikation über politische Verfolgung in den Familien von Betroffenen ist Thema des 22. Bundeskongresses der Landesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR, zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Folgen der kommunistischen Diktatur gemeinsam mit der Bundesstiftung Aufarbeitung vom 8. bis 10. Juni 2018 in Potsdam. Mehr...

30.05.2018

Gelenkter Protest? Der Einfluss von SED und Stasi auf die Studentenbewegung

Dritter Teil der Reihe »Das doppelte 1968. Hoffnung – Aufbruch – Protest« am 5. Juni

Als der West-Berliner Polizist Karl-Heinz Kurras am 2. Juni 1967 den Studenten Benno Ohnesorg erschoss, eskalierten die Proteste der westdeutschen Studentenbewegung. Viele Jahre später erst wurde bekannt, dass Kurras zuvor von der DDR-Staatssicherheit angeworben worden war. Der Fall zeigt beispielhaft, wie intensiv das SED-Regime auf die 68er-Bewegung und die von ihr angestoßene gesellschaftliche Entwicklung in der Bundesrepublik einzuwirken versuchte. Mehr...

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