Pressemitteilung vom 28.05.2019

30. Jahrestag des Tiananmen-Massakers: Gegen das Vergessen, Verschweigen und Verdrängen

Veranstaltung des China Centers der TU Berlin und der Bundesstiftung Aufarbeitung am 4. Juni

Berlin, 28.05.2019. Am 4. Juni 1989 schoss Chinas Volksbefreiungsarmee in Beijing auf das eigene Volk. Durch eine konsequente Tabuisierung der Protestbewegung und deren brutale Unterdrückung ist es der Kommunistischen Partei Chinas seither weitgehend gelungen, das Massaker am Platz des Himmlischen Friedens aus dem Gedächtnis der Menschen zu tilgen, sowohl in China wie auch im Ausland. Am 30. Jahrestag der Ereignisse laden die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und das China Center der TU Berlin zu einer Veranstaltung gegen das Vergessen, Verschweigen und Verdrängen ein.

Der Freiburger Historiker Professor Daniel Leese spricht in seinem Vortrag über Protest und Geschichtspolitik im China des 20. Jahrhunderts. Bei einem Podiumsgespräch wird die Rezeption des 4. Juni 1989 in der Oppositionsbewegung der DDR diskutiert. Der Autor und Journalist Shi Ming liest zudem aus seiner Erzählung „Die Trauerrede“. Als Zeitzeuge spricht der Fotograf Harald Schmitt über seine Erlebnisse im Juni 1989 in Beijing. Als Fotoreporter war Schmitt für das Magazin Stern vor Ort, ihm gelangen während der dramatischen Ereignisse eindrucksvolle Bilder.

Für Berichterstattung zur Veranstaltung stellt das Bildarchiv der Bundesstiftung Aufarbeitung die Bilder kostenlos zur Verfügung. Vorschaubilder unter www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/pressefotos-4750.html

30. Jahrestag: Erinnerung an den 4. Juni 1989 am Platz des Himmlischen Friedens in Beijing
04. Juni 2019 | 16:00 – 19:00 Uhr
Technische Universität Berlin | Raum MAR 0.007 | Marchstraße 23 | 10587 Berlin