Pressemitteilung vom 08.09.2014

Vor 50 Jahren: Bürgerrechtler Martin Luther King predigt in Ost-Berlin

Bundesstiftung Aufarbeitung erinnert mit dem Film „Der King-Code“ an den folgenreichen Besuch

Im September 1964 besuchte der US-amerikanische Prediger und Bürgerrechtler Martin Luther King den Westteil Berlins. Aufgrund seiner persönlichen Verbindungen fuhr King am Abend des 13. September in den Ostteil der Stadt und predigte zwei Mal in der jeweils überfüllten St. Marien- und der Sophienkirche. „Hier sind auf beiden Seiten der Mauer Gottes Kinder. Und keine durch Menschenhand gemachte Grenze kann diese Tatsache auslöschen“, sagte Martin Luther King bei seiner Predigt in Ost-Berlin.

In der St. Marienkirche in Berlin-Mitte wird vom 4. bis 14. September an Martin Luther Kings Besuch in Ost-Berlin vor 50 Jahren erinnert, der seine Wirkung bis in die Friedliche Revolution 1989 entfaltete. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe wird am 13. September, 18 Uhr, in der St. Marienkirche der Film „Der King-Code“ gezeigt, der 2014 von Eikon Nord für RTL produziert wurde und mit Förderung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur entstanden ist.

Für das Filmprojekt haben sich Berliner Schülerinnen und Schüler der Ernst-Reuter-Sekundarschule im Wedding und des Rosa-Luxemburg-Gymnasiums in Pankow auf Spurensuche begeben und Zeitzeugen nach ihren Eindrücken vom Besuch des Friedensnobelpreisträgers befragt. Bei der Filmvorführung werden der Autor und Regisseur des Films, Kuno Richter, sowie am Projekt beteiligte Schülerinnen und Schüler eine Einführung geben.

Filmpräsentation und Gespräch: Martin Luther King in der DDR
Veranstalter: Evangelische Kirchengemeinde St.Petri-St.Marien, Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, RTL, EIKON Nord
Datum: 13.09.2014
Uhrzeit: 18 Uhr
Ort: St. Marienkirche, Karl-Liebknecht-Straße 8, 10178 Berlin.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist frei.