Repression und Haft

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Wer dort war schweigt. Das DDR-Militärgefängnis Schwedt zwischen Mythos und Wahrheit

Wer dort war schweigt. Das DDR-Militärgefängnis Schwedt zwischen Mythos und Wahrheit

Hrsg. von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, 2012.

Ein Film von Reinhard Joksch und Stefan Starina, Vidicon TV- und Video-Produktion GmbH und dem Mitteldeutschen Rundfunk, gefördert mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, 2001.

Ein vergitterter DDR-Plattenbau, verrosteter Stacheldraht und drei Wachtürme, dies sind die verbliebenen Relikte des einstigen Militärgefängnisses der DDR. Das einzige Gefängnis seiner Art entstand Ende der 1960er Jahre in Schwedt an der Oder - einer Industriestadt im Nordosten der DDR. In der Öffentlichkeit kaum bekannt, war Schwedt für jeden Wehrpflichtigen ein Begriff. Allein der Ausdruck "Schwedt" stand für jeden Soldaten als Drohung im Raum. Jeder vierte Inhaftierte saß hier aus politischen Gründen. Eine Vielzahl der übrigen Delikte war politisch motiviert: Befehlsverweigerung, Fahnenflucht, Vergehen gegen die Dienstvorschriften. Um die Inhaftierten zu disziplinieren und umzuerziehen, wurden strenge Mittel angewandt, wie Freizeit- und Schlafentzug sowie schwere körperliche Arbeit. Ein brutaler militärischer Drill gehörte ebenso zum Häftlingsalltag wie wochenlange Einzelhaft in einer dunklen Zelle. An die Öffentlichkeit durfte davon jedoch nichts gelangen. Jeder Entlassene musste eine Erklärung unterschreiben, dass er nichts über den Strafvollzug verlauten lassen würde. Das Schweigen hält vielfach bis in die heutige Zeit hinein an.

Für den Film von Reinhard Joksch und Stefan Sarina haben sich einige ehemalige Gefangene und Aufseher bereit erklärt, ihr Schweigen zu brechen. In der Dokumentation "Wer dort war, schweigt" erzählen sie von ihren Erlebnissen im DDR-Militärgefängnis Schwedt.

Lauflänge: ca. 45 Minuten

Die DVD enthält umfangreiches didaktisches Begleitmaterial, erstellt von www.paedigi.de.vu

Schutzgebühr: EUR 5,00
(inkl. Versandkosten)