Repression und Haft

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"Revolte" am Ostseestrand

"Revolte" am Ostseestrand

Die wahre Geschichte der Glatzkopfbande

Ein Film von Inge Bennewitz und Jürgen Ast. Eine Produktion von astfilm productions und MDR

Gefördert mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, 2001.

Sommer 1961. Auf den Campingplätzen an der DDR-Ostseeküste herrscht Urlaubsstimmung. Jugendliche feiern ausgelassen, machen Musik, trinken Bier, tanzen Rock'n Roll. Mit dabei sind fünf Jugendliche, die sich nach ihrem Idol Yul Brunner eine Glatze scheren ließen -»westliche Unkultur« und »Dekadenz« urteilt der Wirt des Bierzeltes und alarmiert die Volkspolizei. Als diese die Jugendlichen abführt, umstellen einige hundert Camper die Wachstelle der Volkspolizei und äußern lautstark ihren Unmut über diese Aktion. Die Situation eskaliert, Einsatzkommandos beenden den »Aufruhr« mit brutalen Mitteln. Mehrere junge Männer werden verhaftet. »Landfriedensbruch« und »staatsgefährdende Gewaltakte« lauten die Anklagepunkte. Den Jugendlichen wird vorgeworfen, sie hätten nach dem »Beispiel der faschistischen Provokation vom 17. Juni 1953« einen Putsch anzetteln wollen. Zwei Schauprozesse, die zur propagandistischen Kampagne gegen westliche Jugendkultur und zur Rechtfertigung des Mauerbaus genutzt werden, münden in Urteile über insgesamt 27 Jahre Zuchthaus. Bald nach den Prozessen dreht die DEFA den Spielfilm »Die Glatzkopfbande«, der die Ereignisse im Sinne der Schauprozesse darstellt, die Jugendlichen als brutale Schläger darstellt und die Legende eines faschistischen Putschversuches festigt. Die Dokumentation von Jürgen Ast und Inge Bennewitz lässt nun erstmals die damals Verurteilten zu Wort kommen. Sie erzählen über ihr erlittenes Schicksal, über Stasi-Knast, Schauprozesse und die Folgen. Umfangreiches Archivmaterial und Wochenschauberichte beleuchten die Hintergründe und zeitlichen Bedingungen, in denen die »Glatzkopfbande« in die Fänge der DDR-Justiz geriet.

Laufzeit: Dokumentation ca. 45 Minuten

Die DVD enthält umfangreiches didaktisches Begleitmaterial, erstellt von Dr. Henning Schluß www.paedigi.de.vu

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