Repression und Haft

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Splitter im Kopf

Splitter im Kopf

Hafterfahrungen in der DDR

In der DDR gab es 17 Stasi-Untersuchungsgefängnisse und über 70 Jugendwerkhöfe. Die Dokumentation von Jürgen Haase und Angela Henkel lässt vier Menschen zu Wort kommen, die aus politischen Gründen - wegen "staatsfeindlicher Hetze", "Republikflucht" oder wegen "schwerer Erziehbarkeit" - Wochen und Jahre dort inhaftiert und interniert wurden. Von heute auf morgen wurde ihr Leben auf den Kopf gestellt, sie verloren ihre Familien, ihre wirtschaftliche und soziale Existenz.

Die Fotografin Kathrin Büschel, der Arzt und Liedermacher Karl-Heinz Bomberg, der Schriftsteller Sigmar Faust und der Kfz-Mechaniker Thomas Hannemann schildern ihre Einweisung und ihre Erfahrungen in der Haft. Sie berichten über die Methoden der physischen und psychischen Repression und deren Folgen: Depression, Klaustrophobien, Misstrauen und psychosomatische Störungen. Bis heute haben sie an den Spätfolgen ihrer Traumatisierung zu leider. Ob diese Wunden jemals geheilt werden können, ist fraglich. Trotzdem versucht ein jeder von ihnen, in ein "normales" Leben zurückzufinden.

Die Dokumentation wurde 2018 von Jürgen Haase und Angelika Henkel für den Rundfunk Berlin-Brandenburg produziert, gefördert mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Laufzeit: 45 Minuten

DVD: 1. Auflage, 2019.

Inklusive einer englischen Filmfassung und umfangreichem Begleitmaterial.

Schutzgebühr: EUR 5,00
(inkl. Versandkosten)