Materialien für den Unterricht

Hier finden Sie eine Auswahl geeigneter Unterichtsmaterialien wie DVDs mit Begleitmaterial, Handreichungen und Arbeitsblätter zum Thema Flucht, Fluchthilfe und Freikauf.

Flucht und Freikauf

Unterrichtsheinheit: Flucht und Ausreise aus der DDR
logo "lehrer online" Lehrer-Online bietet eine Unterrichtseinheit für sechs bis acht Unterrichtsstunden an und stellt umfangreiches Material vor. Die Unterrichtseinheit ist modular aufgebaut und eignet sich für ein fächerübergreifendes Projekt. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten überwiegend in Teams zusammen. Eine Vielzahl multimedialer und interaktiver Angebote im Internet kann in den Unterricht eingebunden werden, vom computeranimierten Film zum Aufbau der Grenzanlagen über Zeitzeugenberichte in Text, Videos und Audios bis hin zum Dokumentarfilm über die Ereignisse an der Bernauer Straße. Die Internetseiten können den Lernenden online, teilweise auch offline, zur Verfügung gestellt werden. Arbeitsergebnisse werden auf Arbeitsblättern, aber auch auf Plakaten oder Stellwänden vorgestellt.

Unterrichtsthema Mauer, Grenze und Flucht
logo "deine geschichte" Auf DeineGeschichte.de stehen zum Thema Mauer, Grenze und Flucht verschiedene Module für den Unterricht zur Verfügung. Die Arbeitsaufträge basieren auf historischen Dokumenten, Audiobeiträgen, Fotos und Videos.

Grenzfall. Wie eine DDR-Flucht zum Familiendrama wurde
Radiofeature "Grenzfall" Verlaufspläne für eine Doppelunterrichtsstunde als PDF zum Download
Vorschlag der Bundesstiftung Aufarbeitung für eine zusammenhängende und eine getrennte Doppelstunde zum Feature von Heike Otto, Bayerischer Rundunk 2010. Die Jugendlichen sollen die Bedeutung der Teilung Deutschlands und die Unterschiede von Diktatur und Demokratie nach 1945 anhand einer spektakulären DDR-Flucht exemplarisch analysieren und verstehen. Zum Feature

Multimediale Unterrichtsentwürfe
Screenshot von der Webseite der BpB Die Bundeszentrale für politische Bildung stellt Unterrichtsentwürfe unter Einbeziehung von interaktiven Whiteboards vor. Die Einheit "Die Geschichte der Mauer – unsere Geschichte" geht darauf ein, warum viele Menschen die DDR verlassen wollten.

"Wir waren so frei" im Unterricht
logo Die Internetseite stellt Informationen, Arbeitsaufträge und Fotomaterial zum Thema Flucht zur Verfügung. Die Fotos von Amateuren erzählen die Geschichten der Abgebildeten und spiegeln unmittelbar die Stimmungslagen der Menschen zur Umbruchszeit wider. Die Wünsche und Hoffnungen der Menschen waren vielfältig und teils divergent. Auch in der Bundesrepublik Deutschland gab es verschiedene Stimmungslagen und Sichtweisen auf die Ereignisse.

Flucht in den Akten der Stasi
BStU Wort-Bild-Marke Der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes legt mit "Flucht aus der DDR. Versuchter Grenzdurchbruch zweier Schüler" Auszüge aus einer Akte der Staatssicherheit vor. Aus den oft sehr umfangreichen Aktenbänden wurden für den Unterricht oder für Schülerprojekttage Auszüge zusammengestellt, die die Arbeitsweise des MfS erkennen lassen. Der Aufbau der Stasi-Akten wurde weitgehend beibehalten. Bis auf eine Einordnung und Begriffserläuterungen ist auf weitere Kommentare verzichtet worden. Vorschläge für Arbeitsaufträge liegen bei.

Handreichung für Lehrer
Buchcover "Die Berliner Mauer. Quellen, Fragen, Kontexte" ist speziell auf die Bedürfnisse des Schulunterrichts zugeschnitten. Die Handreichung für Lehrerinnen und Lehrer bietet kompakte Einführungstexte, kommentierte Quellen und weiterführende Methodentexte sowie eine umfangreiche kommentierte Zusammenstellung didaktischer Materialien und Websites. Sie ist als vierter Band der Reihe "DDR-Geschichte für die Schule" des LStU erschienen und kann kostenlos über die Gedenkstätte Berliner Mauer bezogen werden.
Sarah Bornhorst/Elena Demke (Hrsg.), Die Berliner Mauer. Quellen, Fragen, Kontexte (Werkstatt DDR-Geschichte für die Schule 4), Berlin 2011.
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Arbeitsblätter zum Thema Flucht und Informationen zum Freikauf
Screenshot der Webseite "Chronik der Mauer" Die Webseite Chronik der Mauer stellt das derzeit umfangreichste multimediale Informationsangebot zur Berliner Mauer dar. Um die Inhalte der Seite auch im Unterricht an den Schulen nutzbar zu machen, wurden in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Bettina Alavi und Holger Meeh von der Pädagogischen Hochschule Heidelberg 13 Arbeitsblätter mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden für die Sekundarstufen I und II sowie für die Grundschule entwickelt. Die Arbeitsblätter stehen als PDF-Dokumente zum Download zur Verfügung. Zudem finden sich Informationen, Zeitzeugenberichte und Fotomaterial zum Freikauf sowie 50 Fluchtgeschichten mit historischem Bildmaterial.

Renate Werwigk-Schneider: "Wir wollten uns nicht einsperren lassen"
Wegen eines versuchten Fluchtversuches verurteilte das Bezirksgericht Rostock Renate Werwigk-Schneider 1963 zu zwei Jahren und sechs Monaten Zuchthaus. Nach dem Prozess wurde Renate Werwigk-Schneider in die Haftanstalt Frankfurt/Oder verlegt, wo sie als Anstaltsärztin arbeiten musste. Zwei Jahre nach ihrer Entlassung wagte sie einen zweiten Fluchtversuch – im Wissen um den Freikauf. Mit einem gefälschten Pass wurde sie in Bulgarien an der türkischen Grenze verhaftet und in das Staatsgefängnis in Sofia verbracht. Im Dezember 1967 verurteilte sie das Gericht in Potsdam zu weiteren drei Jahren und sechs Monaten Zuchthaus. Ein Jahr später wurde sie von der Bundesrepublik freigekauft.
Zu Biografie, Tonaufnahmen und Fotos.

Gehen oder bleiben? Deutsch-deutsche Fluchtgeschichten
Logo von Cornelsen Der Cornelsen Verlag bietet methodisch-didaktische Hinweise und Materialien zur Vorbereitung eines Besuchs der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde in Berlin. Die Ausstellung „Flucht im geteilten Deutschland“ umfasst die vielfältigen Ursachen für Flucht und Ausreise und deren Wege und Formen. Daneben befasst sich die Ausstellung mit den gesetzlichen Grundlagen und der Praxis des Notaufnahmeverfahrens im Lager Marienfelde. Schließlich erläutert ein weiterer Themenraum die Integrationspolitik der Bundesrepublik, u.a. in Bezug auf die Flüchtlinge aus der DDR.

Vortrag "Häftlingsfreikauf – Das Geschäft zwischen Ost und West"
Logo der Gedenkstätte Berliner Mauer Im Rahmen der historisch-politischen Bildungsarbeit bietet die Gedenkstätte Berliner Mauer für Jugendliche und Erwachsene einen etwa einstündigen Vortrag zum Freikauf an. Weitere Informationen und Buchungsmöglichkeiten

Flucht von Conrad Schumann
LISUM-Logo Als der Volkspolizist Conrad Schumann am 15. August 1961 über den Stacheldraht in den Westen sprang, fotografierte dies der Hamburger Fotograf Peter Leibing. Das Foto ging um die Welt und ist zum Symbol der Teilung Berlins geworden. Christoph Hamann hat Aufgaben für Schülerinnen und Schüler formuliert, um das Bild und dessen Rezeptionsgeschichte im Unterricht zu analysieren.
Dr. Christoph Hamann: Unterrichtsentwicklung. Bilkompetenz im Geschichtsunterricht. Interpretieren und individualisieren. Historisches Lernen mit Bildquellen, hg. v. LISUM Berlin-Brandenburg, Berlin 2012

Fluchthilfe

Der "Tunnel 57" als Comic
Comic "Tunnel 57" © Ch. Links Verlag Die Comic-Autoren haben die Ereignisse um den legendären Fluchttunnel unter der Bernauer Straße anhand von Zeitzeugeninterviews, Originalfotos und Dokumenten detailgetreu rekonstruiert und grafisch umgesetzt. Ein Beitrag zu den historischen Hintergründen weitet den Blick auf das Fluchtgeschehen, Interviews mit einem Fluchthelfer und seiner geflüchteten Freundin veranschaulichen die Ereignisse aus deren Perspektive. Ergänzende Materialien für den Schulunterricht vertiefen die Thematik.

Henseler, Thomas/Buddenberg, Susanne: Tunnel 57. Eine Fluchtgeschichte als Comic. Veröffentlichungen der Stiftung Berliner Mauer, Berlin 2013. Das Comic ist auch in englischer Sprache erschienen (ohne Beitrag und Schulmaterialien): Tunnel 57. A True Escape-Story.

Fluchthelfer Dieter Wohlfart (27. Mai 1941 bis 9. Dezember 1961)
Fotos, Berichte und Originalaufnahmen zu Dieter Wohlfahrt.

Die Fluchthelfer Hasso Herschel und Joachim Neumann
Hasso Herschel überquerte im Oktober 1961 mit einem Schweizer Pass, den ihm West-Berliner Studenten beschafft hatten, die Grenze. Sofort sah er sich nach Fluchtmöglichkeiten für seine Schwester und deren Familie um. Er beteiligte sich an dem "Tunnel 29" in der Bernauer Straße. Bis 1972 verhalf er vielen DDR-Bürgern in umgebauten Autos, mit der Unterstützung von Diplomaten und über den Fernlastverkehr von Ungarn nach Österreich in den Westen.

Mit einem Schweizer Pass und der Hilfe von West-Berliner Studenten gelang Joachim Neumann im Dezember 1961 die Flucht über den Bahnhof Berlin-Friedrichstraße. In West-Berlin angekommen, wollte er seiner Freundin und anderen Angehörigen die Flucht ermöglichen. Er beteiligte sich 1962 am "Tunnel 29" und zwei Jahre später am "Tunnel 57" in der Bernauer Straße.

Joachim Neumann berichtet von seiner Flucht mit einem Schweizer Pass, Gedenkverantsaltung 50. Jahrestag des Mauerbaus, Gedenkstätte Berliner Mauer, 13. August 2011