Schwerpunkt #RevolutionTransformation

Von der bipolaren zur globalisierten Welt: Das Ende des Staatssozialismus und die »neue Unübersichtlichkeit« internationaler Ökonomie

Öffentlicher Vortrag

Schwerpunkt: "#RevolutionTransformation"

Termin

18.12.2019 / 18:00 - 20:00 Uhr

Veranstalter

Lehrstuhl für Neueste und Zeitgeschichte der Humboldt-Universität zu Berlin
Stiftung Berliner Mauer
Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
in Kooperation mit der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Kurzbeschreibung

Referenten: André Steiner (Potsdam) | Alexander Nützenadel (Berlin) | Andreas Ecker (Berlin)

Öffentlicher Vortrag / Podiumsdiskussion im Rahmen der Ringvorlesung „1989 – (K)Eine Zäsur?“

Der Zusammenbruch des Staatssozialismus und die Überwindung der „Systemkonkurrenz“ führten auch zur Erschließung und Etablierung gänzlich neuer Märkte. Die Zäsur wird im Kontext dieser Veranstaltung deshalb auf die (Neu-)Gestaltung ökonomischer Internationalisierungsprozesse nach dem Ende des Kalten Krieges befragt. Im Mittelpunkt stehen die wesentlichen Dimensionen wirtschaftlicher und politischer Kooperation bzw. Konkurrenz vor und nach „1989“. Inwieweit ergänzten sich Systemumbruch und „Globalisierung“? Inwieweit bedingten sie einander womöglich bzw. generierten sie gänzlich anders gelagerte Dynamiken des Güter- und Leistungsaustausches, internationale Kapitalbewegungen und –märkte des Informationsaustausches. Diese Fragen werden in kurzen Impulsreferaten entfaltet und im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit einschlägigen Experten diskutiert.

Ringvorlesung "1989 - (k)eine Zäsur?"
Vor 30 Jahren wurden die kommunistischen Diktaturen in Mittel- und Osteuropa überwunden. Seitdem steht die Chiffre »1989« für das Wunder der friedlichen Revolution und das Versprechen demokratischer Freiheiten. Tatsächlich hat der revolutionäre Aufbruch zwar umfassende politische und gesellschaftliche Umwälzungen bewirkt. Doch langfristig wurden damit in den Ländern des ehemaligen »Ostblocks« auch Entwicklungen angestoßen und Bewegungen mobilisiert, die die Werte und erkämpften Rechte von damals heute wieder in Frage stellen. Dabei schrecken ihre Vertreter nicht davor zurück, für ihre Anliegen auch mit einstigem Revolutions-Vokabular zu werben. Das Jubiläum bietet die Chance einer doppelten Neuvermessung. Die Ringvorlesung diskutiert erstens »1989« als Teil einer »langen Wende« von der geteilten Welt zum geeinten Europa und zweitens als Referenzpunkt gesellschaftlicher Krisenentwicklungen der Gegenwart. Damit eröffnet die Vortragsreihe neue Perspektiven auf das »Erbe von 1989« und eine Standortbestimmung sowohl der Berliner Republik als auch des heutigen Europas.

Ort der Veranstaltung

Stiftung Berliner Mauer
Besucherzentrum
Bernauer Str.119
13355 Berlin