Schwerpunkt "Europäisches Jahr der Zeitgeschichte" 2014

»Lebt nicht mit der Lüge«– Zwei Leben in einem Land

Podiumsdiskussion

Schwerpunkt: "Europäisches Jahr der Zeitgeschichte 2014"

Termin

20.11.2014 / 18:00 Uhr

Veranstalter

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Kurzbeschreibung

Ost-Berlin, Herbst 1989. Rainer Eppelmann, als Bürgerrechtler und Pfarrer der Ost-Berliner Samaritergemeinde seit langem unter Dauerbeobachtung durch die Staatssicherheit, gründet gemeinsam mit anderen Oppositionellen den Demokratischen Aufbruch - das Unrechtssystem DDR und die Missachtung der Menschenrechte sind nicht länger hinnehmbar, Freiheit und Demokratie dürfen nicht länger unterdrückt werden.
Dresden, Herbst 1989. Wolfgang Berghofer - hauptamtlicher FDJ-Funktionär, langjähriges SED-Mitglied, seit 1986 Oberbürgermeister von Dresden – trifft sich als erster SED-Vertreter im Dresdner Dialog mit der oppositionellen „Gruppe der 20“<<. Diese hatte sich auf einer Großdemonstration gegen die SED-Diktatur gegründet und fordert weitreichende Reformen im Land.
Zwei Leben in einem Land. Wie begegnen sich zwei Menschen mit so verschiedenen Biographien nach dem Untergang dieses Landes? Kann trotz bestehender Unterschiedlichkeit ein Prozess der Versöhnung in Gang gesetzt werden? Sind Zuhören, Kennenlernen, Offensein für die Haltung des Anderen mögliche Wege für eine Versöhnung auf individueller Ebene? Dahinter steht die grundsätzliche Frage nach dem Umgang einer Gesellschaft mit indivuellen und kollektiven Brüchen in Lebensverläufen.

Begrüßung
Dr. Anna Kaminsky, Geschäftsführerin der Bundesstiftung Aufarbeitung

Im Gespräch
Wolfgang Berghofer, ehemaliger SED-Politiker und Oberbürgermeister von Dresden
und
Rainer Eppelmann, ehemaliger Bürgerrechtler und Pfarrer
mit Dr. Ulrich Mählert, Bundesstiftung Aufarbeitung

Ort der Veranstaltung

Bundesstiftung Aufarbeitung
Kronenstr. 5
10117 Berlin

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