Die juristische Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Umgang mit den Opfern

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Sibylle Plogstedt: Knastmauke

Sibylle Plogstedt: Knastmauke

Gefördert durch die Hans-Böckler Stiftung und Bundesstiftung Aufarbeitung, Psychosozial-Verlag, Gießen 2010.
ISBN: 978-3-8379-2094-9


Was ist aus den etwa 200.000 politischen Gefangenen der DDR geworden? Sibylle Plogstedt hat 25 von ihnen aufgesucht und festgestellt, dass die Helden und Heldinnen von einst heute in Armut leben. In der DDR haben sie Berufsverbot, Haft und psychische Folter in Kauf genommen. Gegenwärtig muss fast die Hälfte von ihnen mit weniger als 1.000 Euro im Monat auskommen, Frauen sogar mit noch weniger. Etwa 13 Prozent der politischen
sind sie belastet durch psychische Traumata bis hin zu Suizidversuchen. Das zeigt die von Plogstedt verantwortete Essener Studie an 802 Häftlingen. Das Ergebnis der friedlichen Revolution hätten sich die Vorkämpfer der deutschen Einheit anders vorgestellt. Nach 1989 fehlte ihnen die Kraft, ihre Vorstellungen umzusetzen. Plogstedts Fazit: Die Armut der Häftlinge ist eine Traumafolge.

Im Buchhandel erhältlich.